Weltweite Hilfe
Sie haben Fragen?

Unser Team der Spenderbetreuung beantwortet gerne Ihre Fragen rund um unsere Spendenprojekte:

Projekt Mangelernährung verhindern Asien Kambodscha
Der Anbau von Obst und Gemüse verbessert die Ernährung der Kinder. Samuon, 13, im Gemüsegarten ihrer Familie.© Plan / Richard Wainwright / Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Kambodscha.

Mangelernährung verhindern

In den ländlichen Projektregionen Stung Treng und Ratanakiri weisen viele Kinder Anzeichen von Mangelernährung auf. Dies schwächt die Kinder und macht sie anfällig für Krankheiten. Rund 40 Prozent der Menschen haben zudem keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen. Deshalb verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung, bauen Kindergärten und informieren über gesunde Ernährung. Wir schulen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und das Personal von Gesundheitseinrichtungen, damit Kinder bis sechs Jahren frühkindliche Förderung erhalten und gesund aufwachsen können.

Mangelernährung verhindern! Helfen auch Sie!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Stung Treng und Ratanakiri

Projektlaufzeit:
November 2017 – Oktober 2020

Ziele:

  • Frühkindliche Förderung von Kindern bis sechs Jahre
  • Schutz vor Mangelernährung
  • Verbesserte Wasserversorgung, Hygiene und Sanitäranlagen

    Maßnahmen:

    • Neubau bzw. Ausbau und Renovierung von 14 Kindergärten
    • Einrichten von Wasserversorgungssystemen und Sanitäranlagen
    • Schulungen zu frühkindlicher Förderung, Hygiene und gesunder Ernährung
    • Prävention und Behandlung von Mangelernährung

      Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

      Was uns in Kambodscha erwartet

      Die ersten Lebensjahre haben einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes. In den ländlichen Projektregionen Stung Treng und Ratanakiri weisen jedoch viele Kinder Anzeichen von Mangelernährung auf. Oft wissen die Eltern nicht, wie wichtig eine gesunde Ernährung und frühe Förderung gerade in den ersten Lebensjahren ist.

      Aufgrund der täglichen Feldarbeit sind sie meist nicht in der Lage, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern. Für 60 bis 70 Prozent der Mädchen und Jungen in den Projektregionen fehlen Angebote zur frühkindlichen Betreuung und Förderung. Rund 40 Prozent der Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und Waschgelegenheiten. So gefährden fehlende Hygiene und Mangelernährung das gesunde Aufwachsen der Mädchen und Jungen.

      Unsere Projektziele

      In diesem Projekt wollen wir Kindern in Stung Treng und Ratanakiri ein gesundes Aufwachsen und frühkindliche Förderung ermöglichen. Dafür bauen und renovieren wir 14 Kindergärten. Das Betreuungspersonal und die Eltern schulen wir zu frühkindlicher Entwicklung und Förderung. Aber auch Hygiene und Krankheitsprävention, gesunde Ernährung und Kinderschutz werden in den Schulungen thematisiert. Mehr als 4.000 Kinder profitieren direkt von diesen Maßnahmen. Weil rund 40 Prozent der Menschen in den Projektregionen keinen Zugang zu sauberem Wasser und Toiletten haben, verbessern wir zusammen mit den Gemeinden die Wasser- und Sanitärversorgung. Rund 600 Haushalte und 1.000 Schulkinder profitieren davon. Außerdem unterstützen wir lokale Gesundheitsdienste und schulen das Personal, damit Mangelernährung bei Kindern und Schwangeren frühzeitig erkannt und behandelt werden kann.

      Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

      Im Frühjahr 2019 wurden drei Kindergärten in Ratanakiri renoviert und kindgerecht umgestaltet. Dabei erneuerten wir die Fenster und Türen der Einrichtungen und renovierten die Wasser- und Sanitäranlagen. Zusätzlich statteten wir 17 Kindergärten in Ratanakiri mit Spiel- und Lernmaterialien, kindgerechten Möbeln sowie Wasch- und Zahnputzsachen für die Kinder aus. 21 Erzieherinnen und Erzieher lernten in Schulungen neue interaktive Lehrmethoden kennen.

      In den Projektgemeinden haben sich insgesamt 55 Elterngruppen gebildet. Regelmäßig treffen sie sich und sprechen über frühkindliche Förderung, Ernährung,  Kindergesundheit, sicheres Spielen und Kinderschutz. Gezielt werden auch die Väter angesprochen und für ihre Vaterrolle  sensibilisiert. Es zeigt sich, dass die Väter gerade im täglichen Miteinander mit ihren Kindern aktiv sind. Sie spielen mit ihnen Fußball oder Verstecken und lernen mit ihnen das Zählen und Erkennen von Farben.

      Eltern und Mitglieder lokaler Gesundheitsgruppen schulten wir im Januar 2019 zu den Themen kindgerechte Ernährung, Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie Wachstums- und Gewichtskontrollen bei Kindern. Anschließend entwickelten diese Aktionspläne, um ihr Wissen an andere Eltern weiterzugeben. Um Unterernährung bei Kindern frühzeitig zu erkennen, unterstützen wir lokale Gesundheitszentren bei Ernährungs- Screenings. Zwischen November 2018 und April 2019 wurden so 1.355 Kinder in 28 Dörfern untersucht. 50 akut unterernährte Kinder erhielten Zusatznahrung und wurden zur weiteren Versorgung an ein Gesundheitszentrum überwiesen.

      „Ich dachte zuerst, es ist normal, dass mein Sohn nichts essen will. Deshalb habe ich nicht probiert, ihn zu füttern. Ich war auch sehr beschäftigt mit der Feldarbeit.“ (28-jährige Mutter aus Stung Treng)

      In Elterngruppen tauschen sich Mütter und Väter zu Kindergesundheit, Ernährung und frühkindlicher Förderung aus. Wachstum und Gewicht der Kinder werden regelmäßig kontrolliert.  Um die Ernährungssituation in den Gemeinden nachhaltig zu verbessern, haben wir zwischen November und April 241 Eltern in Gemüseanbau und Hühnerzucht geschult. 153 Eltern erarbeiteten bereits Pläne, um das Erlernte umzusetzen. Sie erhielten dafür Saatgut und Material für den Bau von Hühnerställen.

      Hygiene, Wasser- und Sanitärversorgung In drei Projektdörfern der Provinz Stung Treng führten wir im Januar 2019 Informationsveranstaltungen zur Verbesserung der Hygiene und Sanitärsituation durch. Dabei informierten wir die Bewohnerinnen und Bewohner, was sie selbst tun können, um die Hygiene in ihren Dörfern zu verbessern. 98 Haushalte entschieden sich daraufhin, innerhalb der nächsten zwei Monate eine eigene Latrine zu bauen.

      An Veranstaltungen zu den Themen Wasser, Sanitär und Hygiene in 32 Dörfern in Stung Treng nahmen im Februar und März 960 Gemeindemitglieder teil. Sie reflektierten dabei ihr eigenes Verhalten und suchten Lösungen für mehr Hygiene in ihren Dörfern.

      Für die Verbesserung der Wasserversorgung haben wir sieben neue Brunnen gebaut, drei davon an Schulen. Neun weitere Brunnen wurden wieder instand gesetzt. Bei allen Brunnen testeten wir die Wasserqualität und installierten Handpumpen. In einer Gemeinde installierten wir eine Anlage zur Wasseraufbereitung, die nun 4.479 Bewohnerinnen und Bewohner versorgt.

      Auch in Schulen und Kindergärten sensibilisierten wir Kinder und Erwachsene für Hygiene- und Sanitärthemen. Da es eine positive Wirkung hat, wenn Mädchen und Jungen in die Erziehung von kleineren Kindern  miteinbezogen werden, führten wir acht Treffen mit Kindergruppen durch. 117 Kinder lernten dort, wie sie kleineren Kindern das Händewaschen beibringen.

      Anpassung der Projektaktivitäten

      Zurzeit sind es meist Mütter und weibliche Erziehungsberechtigte, die an den Projektaktivitäten teilnehmen. Denn viele Männer gehen tagsüber ihrer Arbeit nach. Um eine höhere Beteiligung von Vätern zu erreichen, möchten wir mehrere Aktivitäten in den Abend legen. Durch diese Anpassung soll die Teilnahme der Männer erhöht werden, da sie eine wichtige Rolle bei der Erziehung ihrer Kinder und damit verbundenen Entscheidungsprozessen spielen. 

      Projektberichte

      Exemplarische Projektkosten

      4 Euro:
      Informationsmaterial für eine Mutter und einen Vater zur Aufklärung über gesunde kindgerechte Ernährung

      200 Euro:
      Bau eines Spielplatzes

      665 Euro:
      Sanierung eines Brunnens

      1900 Euro:
      Bau eines Brunnens

      Ja, ich unterstütze dieses Projekt!
      Ihre Hilfe kommt an!
      • Projektausgaben (80,91%)
      • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (14,04%)
      • Verwaltungsausgaben (5,05%)
      • DZI Spendensiegel
      • TÜV NORD
      • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
      • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012
      Interessant? Weitersagen: