In Indonesien leben viele verschiedene Volksgruppen, die unterschiedlichen Religionen angehören.
In Indonesien leben viele verschiedene Volksgruppen, die unterschiedlichen Religionen angehören. © Plan/Sandra Gätke

Indonesien im Überblick

Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt. Mehr als 13.660 Inseln gehören zu der Republik entlang des Äquators in Südostasien. Eine Vulkankette durchzieht die bevölkerungsreichsten Hauptinseln Sumatra, Java und Bali. Außer auf den östlichsten Inseln mit trockenem Klima herrscht tropisches Monsunklima. Mit fast 250 Millionen Einwohnern ist Indonesien eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. In dem Inselstaat leben zahlreiche indigene Gruppen mit verschiedenen Sprachen.

Einwohner 249,9 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 69 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 29 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 3.580 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 99 %
Landesfläche 2.020.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Jakarta
Landessprachen Indonesisch
Religion Islam (88%), Christentum (8 %), Hinduismus, Buddhismus
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Nach langen indischen und arabischen Einflüssen siedelten sich im 16. Jahrhundert europäische Händler und Missionare in Indonesien an. Für 350 Jahre befand sich der Inselstaat unter niederländischer Herrschaft. 1945 erklärte sich Indonesien unabhängig. 1968 wurde General Haji Mohamed Suharto Präsident und regierte das Land die folgenden 30 Jahre mithilfe des Militärs.

Situation heute

Indonesien befindet sich in einem politischen Wandlungsprozess, der 1998 durch eine Wirtschaftskrise mit dem Sturz Suhartos begonnen hatte. Obwohl gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Volksgruppen weitgehend eingedämmt werden konnten, kommt es immer wieder zu einzelnen Spannungen. Trotz einer dynamisch wachsenden Wirtschaft lebt ein Großteil der indonesischen Bevölkerung in ärmlichen Verhältnissen. Naturkatastrophen, wie etwa der verheerende Tsunami von 2004 oder regelmäßige Erdbeben und Vulkanausbrüche, verschlimmern die Armut. 2014 wurde Joko Widodo zum Präsidenten Indonesiens gewählt.

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