Weltweite Hilfe
Sie haben Fragen?

Mo. - Fr. erreichbar. Bitte schreiben Sie uns eine Email an patenbetreuung@plan.de.

Mutter-Kind-Gesundheit stärken

Mutter-Kind-Gesundheit stärken!

Malaria, Durchfallerkrankungen und Lungenentzündungen zählen in Uganda zu den häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern. Vor allem in ländlichen Regionen haben die Eltern oft keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten und es mangelt an Medikamenten und medizinischem Personal. Deshalb haben wir von Plan im Osten Ugandas ein Projekt gestartet, um 100.000 Kindern sowie Schwangeren und Müttern eine bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Mutter-Kind-Gesundheit stärken!Helfen auch Sie!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Kamuli und Buyende

Projektlaufzeit:
Mai 2017 – November 2020

Ziele:

  • Verbesserte Gesundheitsversorgung für Kinder, Schwangere und Mütter
  • Prävention der Mutter-Kind-Übertragung von HIV
  • Stärkung der sexuellen und reproduktiven Rechte und der Gesundheit von Jugendlichen

Maßnahmen:

  • Unterstützung von 22 Gesundheitszentren
  • Medizinische Schulungen für 72 Fachkräfte sowie 572 Ehrenamtliche in 113 Gemeinden
  • Ambulante Gesundheitsdienste in entlegenen Gemeinden
  • Informationsangebote für Jugendliche zu sexueller und reproduktiver Gesundheit

      Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

      Was uns in Uganda erwartet

      In Uganda sterben viele Kinder an behandelbaren Krankheiten, wie Durchfall, Malaria oder Lungenentzündung. Auch die Müttersterblichkeit ist hoch: Laut offiziellen Angaben liegt sie bei 440 Todesfällen auf 100.000 Geburten. 1,5 Mio. Menschen im Land sind mit HIV infiziert, unter ihnen rund 770.000 Mädchen und Frauen über 15 Jahren (lt. Unicef-Report 2016). Ohne angemessene medizinische Betreuung haben diese Frauen ein hohes Risiko, das Virus bei einer Schwangerschaft auf ihr Kind zu übertragen. Auch in den Projektregionen Kamuli und Buyende sind Frauen und Kinder hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung. In vielen Gemeinden mangelt es an Gesundheitseinrichtungen, Medikamenten und qualifiziertem Personal.

      Das Projekt unterstützt folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung:

      SDG2
      Kein Hunger
      SDG3
      Gesundheit und Wohlergehen
      SDG5 Geschlechtergleichheit
      Geschlechtergleichheit

      Unsere Projektziele

      Mit diesem Projekt wollen wir Kindern, Schwangeren und Müttern eine bessere Gesundheitsversorgung ermöglichen. Deshalb unterstützen wir 22 Gesundheitszentren in den Distrikten Kamuli und Buyende durch Schulungen für das Personal und je nach Bedarf durch medizinische Ausstattung und Renovierungsarbeiten. Damit auch in entlegenen ländlichen Gebieten die Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten, fördern wir ambulante Gesundheitsdienste direkt in den Gemeinden.

      Rund 100.000 Kinder unter fünf Jahren und 35.000 Frauen werden direkt von der verbesserten Gesundheitsversorgung profitieren. 72 medizinische Fachkräfte sowie 572 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nehmen an Schulungen zu integriertem Gesundheitsmanagement, HIV-/Aids-Beratung und Kindergesundheit teil. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sensibilisieren wir die Gemeindemitglieder zu Mutter-Kind-Gesundheit und HIV/Aids. Zudem informieren wir junge Menschen, insbesondere junge Frauen, über sexuelle und reproduktive Gesundheit und ihre Rechte und stärken sie darin, diese einzufordern.

      Projektaktivitäten: November 2018 – Oktober 2019

      Um die hohe Mütter- und Kindersterblichkeit bei der Geburt zu reduzieren, schulten wir 22 Gesundheitshelfer:innen zu Geburtshilfe und Notfallversorgung von Neugeborenen. Zudem organisierten wir für 31 Gesundheitshelfer:innen ein sogenanntes HBB-Training (Helping Babies Breathe). Dieses bereitete die Teilnehmer:innen auf die Reanimation von Neugeborenen vor, die nach der Geburt nicht selbstständig atmen.

      Zehn Gesundheitszentren statteten wir mit Geräten und Materialien für die Versorgung von Müttern und ihren Neugeborenen aus. So lieferten wir unter anderem verschiedene gynäkologisch-medizinische Geräte, Doppler-Herzschlagdetektoren für Föten, Blutdruckmessgeräte sowie Notfallversorgungssets. Um den ordnungsgemäßen Gebrauch der Geräte sicherzustellen, schulten wir 18 Mitarbeiter:innen der Gesundheitszentren zu Benutzung und Wartung der Ausrüstung.

      Im Rahmen des Projekts sensibilisieren wir gezielt Männer, damit sie sich für die Gesundheit ihrer Partnerinnen und Kinder einsetzen. In diesem Zusammenhang gründeten sich zwischen November 2018 und Oktober 2019 zwei neue Männergruppen mit jeweils rund 25 Mitgliedern. Um in ihren Gemeinden über Themen wie Familienplanung, Verhütung sowie die Gefahr durch sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV/Aids aufzuklären, organisierten einige der nun insgesamt zehn Männergruppen 50 Dialogveranstaltungen mit rund 3.200 Teilnehmer:innen.

      Auf insgesamt 19 Veranstaltungen in den Gemeinden informierten wir im Berichtszeitraum zu  Patient:innenrechten, Familienplanung, HIV/Aids, Impfungen und Verhütung. Um diese Themen möglichst anschaulich zu vermitteln, nutzten wir unter anderem Musik, Tanz- und Theateraufführungen.

      Die Veranstaltungen dienten auch dazu, werdende Mütter zu motivieren, bestehende Gesundheitsangebote  zu nutzen. In vier Radio-Talkshows beantworteten Gesundheitsexpert:innen die Fragen der  Hörer:innen und klärten über die Behandlung von Kinderkrankheiten, sexuelle Gesundheit und die Prävention der Mutter-Kind-Übertragung von HIV auf.

      Im Zeitraum von November 2018 bis Oktober 2019 fanden in Buyende und Kamuli insgesamt 282 ambulante Gesundheitsdienste statt. Frauen und Männer nahmen dabei die verschiedenen Angebote zur gesundheitlichen Beratung und Behandlung sowie zur Familienplanung in Anspruch. Das Gesundheitspersonal führte insgesamt 12.699 HIV-Tests durch.

      Bei 86 Personen fiel der Test positiv aus und sie wurden zur weiteren Behandlung und Beratung an das nächste Krankenhaus überwiesen. Bei Untersuchungen  zum Ernährungszustand von 5.239 Kleinkindern wurde bei 202 Kindern eine schwere oder mittelschwere Unterernährung festgestellt. Sie erhielten therapeutische Zusatznahrung und die Gesundheitsteams informierten die Eltern zu kindgerechter Ernährung und Hygienepraktiken zur Vorbeugung von Durchfall. 2.281 schwangere Frauen nutzten die Angebote zur Schwangerschaftsvorsorge. Sie erhielten unter anderem Tetanus-Impfungen (1.935 Frauen), Folsäure und Eisenpräparate (1.888 Frauen).

      Um auch Menschen in abgelegenen Gebieten zu erreichen, machten Gesundheitshelfer:innen 1.208 Hausbesuche. Dabei führten sie medizinische  Behandlungen wie Impfungen und HIV-Tests durch und informierten die Familien zu Familienplanung und Verhütungsmethoden.

      Damit Mädchen und Jungen fundierte Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen können, brauchen sie Zugang zu altersgerechten Beratungs- und Informationsangeboten. In diesem Zusammenhang richteten wir in vier Gesundheitszentren jeweils einen Raum speziell für Jugendliche ein.

      Die Jugendlichen erhalten dort Informationen zum Thema Sexualität und Gesundheit und profitieren von kompetenter medizinischer Beratung und Behandlung. Auch in den Schulen klärten Jugendliche, die zuvor an Schulungen teilgenommen hatten, ihre Mitschüler:innen zu Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit auf. Insgesamt 867 Schüler:innen nahmen an diesen Aufklärungen teil.

       

      Um die Ursachen für Kinder- und Müttersterblichkeit sowie Komplikationen in der Schwangerschaft besser verstehen und bekämpfen zu können, haben wir die Gesundheitsbehörde bei einer Untersuchung in den Projektgemeinden unterstützt. Dabei wurden im Distrikt Buyende eine fünftägige Befragung der Bevölkerung durchgeführt und die jüngsten Fälle von Kindstod untersucht sowie von Fällen, bei denen Frauen durch Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt gestorben sind. Als Ursachen für die Todesfälle erwiesen sich vor allem die Entfernung zu den Gesundheitszentren, fehlende Transportmittel sowie die Tatsache, dass viele Gemeindemitglieder nicht wissen, wie wichtig eine fachgerechte medizinische Versorgung gerade bei der Geburt ist. Im weiteren Projektverlauf sollen diese Herausforderungen nun gezielt ins Auge gefasst und ihnen mit entsprechenden Aktivitäten begegnet werden. 

      Beispielhafte Projektkosten

      79 EUR
      werden pro Jahr für die Ausstattung eines Mitarbeitenden des Gesundheitsteams benötigt

      86 EUR
      kostet ein Fahrrad für die Arbeit der Gesundheitshelfer:innen

      124 EUR
      kostet die Schulung für eine medizinische Fachkraft

      Ja, ich unterstütze dieses Projekt!
      Ihre Hilfe kommt an!
      • Projektausgaben (81,22%)
      • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65%)
      • Verwaltungsausgaben (5,13%)
      • DZI Spendensiegel
      • TÜV NORD
      • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
      Interessant? Weitersagen: