Familien im Südsudan lernen den Umgang mit Wasser, weil es immer wieder Dürreperioden gibt.
Im Südsudan gibt es immer wieder Dürreperioden, in denen Wasser knapp wird. Familien lernen, mit dem kostbaren Gut umzugehen. © Plan/Jiro Ose

Südsudan im Überblick

Südsudan ist ein Binnenstaat im Nordosten Afrikas. Im Norden des Landes herrscht trockenes Klima, Savannen bestimmen das Landschaftsbild. Der Süden ist durch tropischen Regenwald geprägt. Einen großen Teil des Landes nimmt das so genannte Sudd ein – ein Sumpfgebiet, welches vom Weißen Nil gespeist wird und eine 55.000 qkm große Fläche einnimmt. Der Sudd ist das fruchtbarste Gebiet im Südsudan.

Einwohner 11,3 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 56 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 93 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 970 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen k.A., Männer k.A.
Landesfläche 619.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Juba
Landessprachen Englisch, Arabisch, lokale Sprachen
Religion Christentum, Naturreligionen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Südsudan ist der jüngste Staat des afrikanischen Kontinents, denn er besteht offiziell erst seit 2011. Zuvor war der Südsudan Teil des Sudans. Dessen Geschichte reicht bis ins Alte Ägypten zurück. Um 600 bis 700 n. Chr. verbreiteten sich in dem Gebiet das Christentum von Ägypten und der Islam von Arabien aus. Unter türkisch-ägyptischer Herrschaft im 19. Jahrhundert wuchsen die verschiedenen Völker und Regionen zum Sudan zusammen. 1898 wurde der Sudan bis 1956 britisch-ägyptisches Kondominium, faktisch also britische Kolonie. Nach seiner Unabhängigkeit durchlief der Sudan verschiedene Stadien vom Mehrparteien- zum Einparteiensystem bis hin zur Militärdiktatur. Von 1956 bis 2005 herrschte im Süden des Landes ein Bürgerkrieg, ausgenommen die Jahre 1972 bis 1983. 1986 wurde der Sudan Islamische Republik. Eine radikale Islamisierungspolitik folgte.

Situation heute

Am 09. Juli 2011 erklärte sich der Südsudan infolge eines Referendums offiziell für unabhängig. Erster Präsident des Landes ist Salva Kiir Mayardit. Der jahrzehntelange Krieg mit dem Nordsudan hat die Wirtschaft und Infrastruktur des Landes schwer beschädigt. Immer wieder kommt es zudem zu langen Dürre- und Hungerperioden. Sowohl in den Grenzregionen zum Nordsudan als auch im Landesinneren finden nach wie vor bewaffnete Auseinandersetzungen statt, die Tausende Menschen zu Flüchtlingen werden lassen. Darüber hinaus kehren immer mehr Südsudanesen aus dem Nordsudan in ihre alten Heimatregionen zurück. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.

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