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Projekt Ausbildung für Jugendliche Afrika Sudan
Foto: Plan International / Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt im Sudan.

Ausbildung für Jugendliche

Knapp die Hälfte der Bevölkerung im Sudan lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und Jugendliche haben es schwer, eine bezahlte Beschäftigung zu finden. Frühverheiratung, frühe Schwangerschaften und ein traditionelles Rollenverständnis reduzieren vor allem für Frauen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In diesem Projekt bereiten wir junge Frauen und Männer durch berufliche und unternehmerische Schulungen auf den Arbeitsmarkt vor. Sie erhalten Zugang zu Krediten sowie Saatgut, Kleinvieh und Geflügel für die Landwirtschaft, damit sie sich ihre Lebensgrundlagen selbstständig sichern können.

Infos zum Projekt

Diese Projekt wurde erfolgreich eingeworben. Wir benötigen hierfür keine weiteren Spenden. Gerne können Sie uns jedoch mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft oder einer Spende in unseren Sonderprojekte Fonds unterstützen.

 


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Das ist der Projektrahmen

Projektregion:
Nordkordofan

Projektlaufzeit:
November 2017 – Oktober 2020

Ziel:

  • Berufliche Perspektiven für Jugendliche und junge Erwachsene und Sicherung ihrer Lebensgrundlagen

    Maßnahmen:

    • Berufliche und unternehmerische Schulungen für 240 Jugendliche und junge Erwachsene
    • Landwirtschaftliche Trainings für 210 junge Frauen und Männer sowie Ausstattung mit Saatgut, Kleinvieh und Geflügel
    • Ausbildung von 15 Tierarzthelferinnen und -helfern
    • Gründung von Spargruppen

      Was uns im Sudan erwartete

      Für Jugendliche im Sudan ist es schwer, eine bezahlte Beschäftigung zu finden. Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen ist hoch. Frühverheiratung, frühe Schwangerschaften und ein traditionelles Rollenverständnis reduzieren vor allem für Frauen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze.

      Die wirtschaftliche und politische Instabilität hat darüber hinaus zu einer Verknappung der Nahrungsmittel geführt. Auch in der Projektregion Nordkordofan haben Jugendliche, vor allem junge Frauen, nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Viele sind nicht ausreichend ausgebildet und ihnen fehlt der Zugang zu finanziellen Ressourcen wie Krediten, um sich mit kleinen Unternehmen selbstständig zu machen.

      Die Projektziele

      Mit diesem Projekt geben wir Jugendlichen und insbesondere jungen Frauen in Nordkordofan die Möglichkeit, ihre unternehmerischen und beruflichen Fähigkeiten zu verbessern, damit sie sich ihre Lebensgrundlagen selbstständig sichern können. 240 junge Frauen und Männer zwischen 14 und 35 Jahren nehmen an beruflichen Schulungen teil, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen oder sich selbstständig zu machen. Durch die Teilnahme an Spargruppen erhalten sie Zugang zu Krediten, die ihnen die Gründung eigener Kleinstbetriebe ermöglichen.

      210 junge Frauen und Männer besuchen landwirtschaftliche Schulungen und erhalten Saatgut, Kleinvieh oder Geflügel, um die Versorgung ihrer Familien zu verbessern und sich ein Einkommen durch den Verkauf von Überschüssen zu erwirtschaften. Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu fördern, bilden wir 20 Tierarzthelferinnen und -helfer aus, die sich um die Gesundheit der Tiere kümmern. Neben den 465 jungen Frauen und Männern profitieren zudem etwa 2.700 Familienmitglieder indirekt von den Projektmaßnahmen.

      Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

      In Zusammenarbeit mit dem sudanesischen Landwirtschaftsministerium und unserer Partnerorganisation SIDO wurden im Februar und Juni 2019 in zehn Projektgemeinden Impfungen bei über 8.000 Schafen und Ziegen durchgeführt. Darüber hinaus wurden fast 2.000 Tiere gegen Parasiten und Infektionen behandelt. Im Zuge dieser Aktionen lernten die Hirt:innen, wie sie ihre Herden durch medizinische Vorsorge vor Krankheiten schützen können.

      Im Januar 2019 führten wir mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums für 40 angehende Viehzüchter:innen Schulungen zu Herdenmanagement und tierärztlicher Versorgung durch. An einer weiteren Schulung zu nachhaltiger Futteraufbewahrung im Mai nahmen insgesamt 100 junge Viehzüchter:innen teil. Nach anfänglichen Verzögerungen wegen der unsicheren politischen Lage im Sudan konnten wir wie geplant 500 Nutztiere (285 Ziegen und 215 Schafe) kaufen. Sie wurden medizinisch untersucht, geimpft und anschließend an 70 junge Frauen und 30 junge Männer übergeben. Diese erhielten darüber hinaus 9,5 Tonnen Kraftfutter sowie 100 Salzsteine für ihre Tiere.

      Für Jugendliche im Sudan, besonders für junge Frauen, ist es schwer, eine bezahlte Beschäftigung zu finden und ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb unterstützen wir 50 junge Frauen aus fünf Projektgemeinden dabei, ihre eigene kleine Geflügelzucht aufzubauen. In diesem Zusammenhang statteten wir sie mit 6.000 kg Geflügelfutter, 100 Futterbehältern, 150 Tränken und Vitaminpräparaten aus. Aufgrund von Transportproblemen konnten wir bisher nur 109 Hühner verteilen. Es ist jedoch geplant, dass jede Frau 25 weitere Hühner erhält.

      In Schulungen lernten die angehenden Geflügelzüchterinnen, wie sie ihre Tiere aufziehen, füttern und artgerecht halten. Von den 50 geplanten Geflügelgehegen wurden bereits 38 von den Gemeindemitgliedern fertiggestellt.

      Zusätzlich zu den 30 jungen Farmer:innen, die bereits Fortbildungen zum Getreide- und Gemüseanbau besucht haben, wählten wir 20 weitere Frauen aus, um sie in landwirtschaftlichen Anbaumethoden zu schulen. Alle 50 Farmer:innen erhielten Saatgut für Erdnüsse, Sesam, Hirse und Wassermelonen. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation SIDO und den Gemeindemitgliedern konnten wir die Einzäunung der Gemeinschaftsgärten fertigstellen. Außerdem wurden zwei Bewässerungsanlagen installiert.

      In einem zweitägigen Workshop im Dezember 2018 schulten wir 61 Vertreter:innen der Behörden sowie lokaler Organisationen und Jugendgruppen in einem Konzept zur Förderung der Jugendbeschäftigung. Dabei ging es unter anderem darum, wie der Bedarf an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt gedeckt werden kann. Das Konzept wurde von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen.

      Gemeinsam mit 45 Vertreter:innen lokaler Organisationen und Berufsbildungszentren sowie der Universität Kordofan führten wir eine Analyse des Arbeitsmarktes in der Projektregion durch. Dabei wurden neben den Beschäftigungsmöglichkeiten auch die Anforderungen des Arbeitsmarktes an die Jugendlichen ermittelt. Anschließend wählten wir zwei Berufsschulen aus, an denen 240 Jugendliche aus zehn Projektgemeinden eine Ausbildung absolvieren werden. In diesem Zusammenhang statteten wir die Schulen mit Stühlen, Tischen, Tafeln, Druckern und Projektoren aus.

      Um den Projektteilnehmer:innen Zugang zu günstigen Krediten zu ermöglichen, gründeten wir 20 Spargruppen mit insgesamt 258 Mitgliedern. Dort lernen die jungen Frauen und Männer die Grundlagen des Sparens und wie sie das Ersparte sinnvoll investieren, um beispielsweise eigene Unternehmen zu gründen.

      Ihre Hilfe kommt an!
      • Projektausgaben (81,22%)
      • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65%)
      • Verwaltungsausgaben (5,13%)
      • DZI Spendensiegel
      • TÜV NORD
      • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
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