Weltweite Hilfe
Menschen vor Klimawandel schützen
Das Bild stammt aus einem Projekt, welches Plan Deutschland mit Unterstützung der Stiftung Hilfe mit Plan in den Jahren 2015 bis 2019 in der Projektregion umgesetzt hat.

Menschen vor Klimawandel schützen

Nachhaltige Landwirtschaft, Aufforstung und die Gründung von grünen Unternehmen sind die Kernelemente dieses Projektes. Gemeinsam mit mehr als 3.600 jungen Menschen wollen wir die Lebensgrundlagen in der Region Chisamba sichern, die schwer unter den Folgen des Klimawandels leidet.

Gemeinden vorKlimawandel schützen!Helfen auch Sie in Sambia!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Chisamba in der Provinz Central

Projektlaufzeit:
August 2020 – Juli 2024

Ziele:

  • Resilienz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels
  • Verbesserung der Lebensgrundlagen junger Menschen

    Maßnahmen:

    • Ausbildung von 400 jungen Frauen und Männern in nachhaltigen landwirtschaftlichen Berufen
    • Gründung von 18 grünen Unternehmen und 5 Genossenschaften
    • Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft
    • Wiederaufforstung und Gründung von Umweltschutzinitiativen

      Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

      Was uns in Sambia erwartet

      In Sambia hat der Klimawandel verheerende Auswirkungen. Anhaltende Trockenheit in Verbindung mit immer kürzeren aber heftigen Regenfällen bedrohen die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Mehr als 60 Prozent der Menschen leben in ländlichen Gebieten und arbeiten, meist zur Selbstversorgung, in der Landwirtschaft. In den vergangenen Jahren haben ausbleibende Ernten und geringe Erträge viele Familien in Armut gestürzt. Sie führen zu einer immer größer werdenden Ernährungsunsicherheit im Land. 58 Prozent der Bevölkerung sind von extremer Armut betroffen und 40 Prozent der Kinder leiden an ernährungsbedingter Unterentwicklung.

      In der abgelegenen Projektregion Chisamba erleben die Menschen besonders zerstörerische Folgen des Klimawandels. Seit vier Jahren leidet die Region unter einer schweren Dürre und viele Flüsse sind ausgetrocknet. Wir von Plan engagieren uns seit 2015 in der Region und führen mit diesem Projekt unsere Arbeit im Bezirk Chikonkomene fort. So stärken wir auch in diesem Projekt die Fähigkeiten der Gemeindemitglieder, sich an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Gleichzeitig erhöhen wir das Bewusstsein für den Umwelt- und Ressourcenschutz. 3.665 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren – mehr als 60 Prozent von ihnen Frauen – nehmen direkt an den Projektaktivitäten teil. Insgesamt erreichen die Maßnahmen rund 20.000 Menschen in den Projektgemeinden.

      Unsere Ziele und Maßnahmen

      In sechs Projektgemeinden tragen wir mit diesem Projekt zu einer verbesserten Versorgung mit Nahrungsmitteln bei und stärken die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. 280 junge Frauen und 120 junge Männer bilden wir in landwirtschaftlichen Berufen aus, die auch in Zeiten des Klimawandels Bestand haben und ein regelmäßiges Einkommen erbringen. In der Region Chisamba zählen hierzu vor allem die nachhaltige Landwirtschaft und Nutztierhaltung, wie Gemüseanbau, Fischzucht, Imkerei sowie die Schweineund Geflügelzucht.

      In Schulungen erlernen die 400 jungen Frauen und Männer die Führung und Verwaltung von Unternehmen. Sie erwerben wichtige Kenntnisse in den Bereichen Sparen und Finanzieren, im Marketing sowie zu  Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft. Anschließend erhalten sie Unterstützung beim Aufbau eigener Unternehmen. Insgesamt sollen auf der Basis von Spargruppen 18 grüne Unternehmen und fünf Genossenschaften entstehen. Zusätzlich werden 130 Einzelpersonen bei der Gründung von Kleinstunternehmen unterstützt. Für den Start in die Selbstständigkeit stellen wir den jungen Unternehmer:innen Arbeitsmaterialien und Ausrüstung zur Verfügung. Hierzu zählen beispielsweise Bienenstöcke und Schutzkleidung für die Bienenzucht, Pflanzensetzlinge, Dünger und Saatgut, Futter und Material für die Herstellung von Käfigen und Ställen. Einige Auszubildende werden im Projektverlauf an Handelsmessen teilnehmen, um weitere Märkte für die hergestellten Produkte zu erschließen.

      Weil der Klimawandel im Projektgebiet zu einem Rückgang der Ernten geführt hat, vermitteln wir den Gemeinden an den Klimawandel angepasste Landwirtschaftsmethoden.Diese sollen die Bodenfruchtbarkeit verbessern und eine weitere Degradierung der Böden verhindern. Aufbauend auf den Erfolgen unseres Vorgängerprojektes bilden wir 60 sogenannte Lead Farmer (42 Frauen und 18 Männer) in nachhaltigen Landwirtschaftsmethoden aus. Dabei werden unter anderem die Diversifizierung des Anbaus, Fruchtfolgen, Kompostierung und Themen der Agrarforstwirtschaft behandelt. Im weiteren Projektverlauf geben die Lead Farmer ihr Wissen an mehr als 1.200 junge Frauen und Männer weiter. Um die Vorteile der neuen Methoden zu veranschaulichen, werden in jeder Projektgemeinde Felder errichtet, die der praktischen Erprobung der neuen Landwirtschaftstechniken dienen und auf denen diese den anderen Gemeindemitgliedern demonstriert werden. Für diese sogenannten Farmer Field Schools versorgen wir die Gemeinden mit Saatgut für dürreresistente Pflanzen.

      Zusätzlich bilden wir 60 Projektteilnehmer:innen aus, damit sie die lokale Veterinärversorgung unterstützen und sich um die Gesundheit der Hühner, Ziegen und Schweine kümmern. Damit sie mobil sind und die Tiere in den Gemeinden medizinisch versorgen können, erhalten sie Fahrräder sowie Kühlboxen für den Transport und die Lagerung von Medikamenten.

      Im Rahmen des Projektes fördern wir die Aufforstung lokaler Waldgebiete und führen Kampagnen zum Umweltschutz durch. Die 400 jungen Frauen und Männer, die eine unternehmerische Ausbildung erhalten,  veranstalten auch Gemeindetreffen zu den Themen Umweltschutz und Aufforstung. Traditionelle Gemeindeautoritäten schulen wir ebenfalls zu Umweltschutz-Themen sowie zum Management natürlicher Ressourcen. Gemeinsam entwickeln wir Bestimmungen zur Nutzung der Gemeindewälder, um destruktive Abholzung zu unterbinden. Für die Aufforstung arbeiten wir mit den Schulen zusammen: Dabei stellen wir Materialien wie Saatgut und Töpfe bereit und die Schulkinder ziehen die neuen Bäume heran. So stärken wir die Nachhaltigkeit des Projektes und das Umweltbewusstsein insbesondere der jungen Generation.

      Um die Rechte und die Selbstbestimmung junger Frauen in den Projektgemeinden zu stärken, bilden wir 60 junge Frauen und Männer zu Vorbildern im Einsatz für die Gleichberechtigung aus. Anschließend geben sie ihr Wissen an Mädchen- und Jungenclubs unterschiedlicher Altersgruppen weiter und erreichen so rund 900 Kinder und Jugendliche.

      Nicht nur der Klimawandel bedroht die Projektgemeinden in Chikonkomene. Die lokale Gesundheitsversorgung ist den Anforderungen der globalen Covid-19-Pandemie nicht gewachsen. Deswegen beinhaltet unser  Projekt auch Präventionsmaßnahmen, die eine Ausbreitung des Virus verhindern sollen. Alle Projekt-Mitarbeitenden werden hierzu geschult. Außerdem nehmen acht Gesundheitsfachkräfte und zehn Gemeindehelfer:innen an Schulungen zu Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit COVID-19 teil. In den Gemeinden werden Mund-Nasen-Masken, Handschuhe, Seife und Desinfektionsmittel verteilt.

      Beispielhafte Projektkosten

      295 EUR
      kostet ein Räucherofen für ein Unternehmen in der Fischzucht

      440 EUR
      brauchen wir für eine Kampagne zu den Themen Umweltschutz und Aufforstung

      1.048 EUR
      kostet eine Farmer Field School zur Erprobung nachhaltiger Anbaumethoden

      Ja, ich unterstütze dieses Projekt!
      Ihre Hilfe kommt an!
      • Projektausgaben (81,22 %)
      • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65 %)
      • Verwaltungsausgaben (5,13 %)
      • DZI Spendensiegel
      • TÜV NORD
      • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
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