Die Landschaft des Niger besteht überwiegend aus Wüstengebieten. Viele Menschen leben von der Viehzucht.
Die Landschaft des Niger besteht überwiegend aus Wüstengebieten. Viele Menschen leben von der Viehzucht. © Plan/Jenny Matthews

Niger im Überblick

Niger ist ein Binnenland in Westafrika. Am Lauf des gleichnamigen Flusses Niger im Süden des Landes lebt der Großteil der Bevölkerung. Die Landesmitte gehört zur Sahelzone, an die sich im Norden die Sahara anschließt. Die Wüste macht zirka 60 Prozent der Landesfläche aus. Vom zentralen Air-Gebirge her speisen Flüsse Oasen; der Tschadsee im Osten erreicht nur bei Hochwasser die Landesgrenze. Infolge ausgedehnter Dürreperioden und geringer Niederschläge rückt die Wüste immer weiter in die bevölkerten Gebiete vor.

Einwohner 17,8 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 62 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 96 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 410 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 15 %, Männer 35 %
Landesfläche 1.267.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Niamey
Landessprachen Französisch, Haussa, Djerma, Fulfulde
Religion Islam (94%)
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

In vorkolonialer Zeit stand das Gebiet des heutigen Niger unter dem Einfluss mehrerer westafrikanischer Königreiche. Anfang der 1920er Jahre wurde das Land offiziell französische Kolonie. 1960 erlangte Niger seine Unabhängigkeit. In den 1970er Jahren übernahm das Militär die Macht und errichtete einen Einparteienstaat. Die 1990er Jahre waren geprägt von politischer Instabilität. Milizen der Nomadenvölker Tuareg und Toubou kämpften gegen die Zerstörung ihres Lebensumfelds (u.a. wegen der Uranförderung). 1997 wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet. Aufgrund internationaler Proteste übergab die Militärjunta 1999 die Macht an eine gewählte Zivilregierung unter Präsident Mamadou Tandja.

Situation heute

Unter heftigen Protesten gewann die Partei von Präsident Tandja die Parlamentswahlen 2009. Doch Tandja wurde wenige Monate darauf durch einen Militärputsch gestürzt. 2011 fanden erneut Wahlen statt, aus denen Mahamadou Issoufou als Präsident hervorging. Die Bevölkerung des Niger ist immer häufiger von langen Dürreperioden und unzureichenden Ernteerträgen betroffen. Auf dem Land hat nur etwa ein Drittel der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Im Frühjahr 2012 warnte die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), dass mehr als fünf Millionen Menschen im Land akut von Hunger bedroht seien. Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt und hat eine der höchsten Kinder- und Müttersterblichkeitsraten.

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