Fruchtbare Hochplateaus prägen die Landschaft im Westen Malawis.
Fruchtbare Hochplateaus prägen die Landschaft im Westen Malawis. © Plan/Alf Berg

Malawi im Überblick

Malawi ist ein Binnenland im Südosten Afrikas und verläuft entlang des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Der Malawisee ist der drittgrößte See des Kontinents und erstreckt sich entlang der Ostgrenze des Landes. An den Ufern steigen fruchtbare Hochplateaus bis zu 3.000 Meter auf. Das Klima ist subtropisch und variiert je nach Höhe und Jahreszeit. Ausbleibender Regen führt immer wieder zu Dürren.

Einwohner 16,4 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 63 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 64 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 270 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 70 %, Männer 74 %
Landesfläche 118.484 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Lilongwe
Landessprachen Chichewa, Englisch
Religion Christentum (82%), Islam (11%), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Im 19. Jahrhundert wurde das heutige Malawi zur britischen Kolonie Nyassaland. 1964 wurde das Land unter Hastings Banda unabhängig, der einen Einparteien-Staat aufbaute und sich zum „Präsidenten auf Lebenszeit“ ernennen ließ. Er regierte 30 Jahre lang autoritär. Die Ölkrise, Dürren und der Bürgerkrieg im benachbarten Mosambik führten zu wirtschaftlichen Einbrüchen. Unruhen, ausgelöst durch eine wachsende Opposition, erzwangen 1992 die Einführung eines Mehrparteien-Systems. 1994 fanden die ersten demokratischen Wahlen statt.

Situation heute

Im Juni 2014 löste Peter Mutharika das damals zweite weibliche Staatsoberhaupt in Afrika, Joyce Banda (nach Ellen Johnson Sirleaf in Liberia), als Präsident von Malawi ab. Banda führte eine massive Abwertung der Landeswährung Kwacha durch – ein Schritt, der lange vom IWF und einheimischen Wirtschaftsexperten gefordert worden war, um Malawis schlechte Wirtschaftslage in den Griff zu bekommen. Für die Bevölkerung bedeutete das jedoch eine extreme Verteuerung von Nahrungsmitteln. Armut und Unterentwicklung stellen Malawi vor große Herausforderungen. Das Bevölkerungswachstum ist hoch und über die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als achtzehn Jahre. Viele Menschen sind unterernährt. Die HIV-Infektionsrate ist hoch.

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