Solarstrom bietet große Chancen für wirtschaftliche Entwicklung.
Solarstrom bietet große Chancen für wirtschaftliche Entwicklung. © Plan / Alf Berg

Projekt: Solarenergie für ländliche Gemeinden

Jahrelanger Bürgerkrieg hat die Wirtschaft und die Infrastruktur Liberias stark beschädigt. Vor allem die Stromversorgung ist sehr schlecht. Der Zugang zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Energieversorgung ist jedoch ein Schlüssel zur Reduzierung von Armut und ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Entwicklung. In fünf entlegenen ländlichen Gemeinden der Region Lofa wird Plan International deshalb den Aufbau von Solarstromanlagen unterstützen.

Abends gibt es in Liberia nur wenig Beleuchtung in den Haushalten. Mädchen und Frauen fürchten sich auf den unbeleuchteten Wegen. Auch einige Gesundheitseinrichtungen müssen bei der Versorgung ihrer Patienten ohne Strom auskommen und haben nachts nur unzureichendes Licht für ihre Arbeit. Nur die Hauptstadt Monrovia und benachbarte Städte sind teilweise mit Elektrizität versorgt. Im übrigen Land werden Holzkohle und Biomasse als Energiequelle genutzt. Die damit einhergehende Abholzung der Wälder bedroht die biologische Vielfalt des Landes.

Wissen erweitern

In Gemeindetreffen informieren wir über die Vorteile und die Funktionsweise der Solarenergie. Dabei verdeutlichen wir den Bewohnerinnen und Bewohnern die Zusammenhänge zwischen Elektrizität und wirtschaftlicher Entwicklung. So lernen die Gemeinden die Möglichkeiten der Solarenergie kennen und stärken ihr Bewusstsein für den Umweltschutz. In allen fünf Projektgemeinden nehmen ausgewählte Gemeindemitglieder, die Hälfte von ihnen Frauen, an Trainings über die Funktionsweise der Solaranlagen teil und lernen dort, wie sie die Anlagen warten und instand halten.

Licht und Wasser durch Solarstrom

An die Solaranlagen werden auch Straßenlaternen angeschlossen. Während der Dunkelheit sollen sie die Straßen vor allem für Mädchen und Frauen sicherer machen. In jeder der Projektgemeinden wird Plan International zudem Wassertanks errichten. Solarbetriebene Pumpen füllen die Tanks mit Wasser auf. Fünf Schulen, eine Gesundheitsstation sowie lokale Geschäfte und mehr als 8.000 Bewohnerinnen und Bewohner werden von dem Projekt profitieren.
Die Stromversorgung der Gemeinden leistet einen wesentlichen Beitrag zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, zu verbesserten Einkommensmöglichkeiten und zur Reduzierung der Armut. Langfristig trägt die Nutzung von erneuerbaren Energien zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen im Projektgebiet bei.  

Nachhaltige Entwicklung und sicheres Einkommen

Pro Gemeinde nehmen 15 bis 28 Frauen und Männer, die überwiegend selbstständig in der Landwirtschaft tätig sind oder Kleinstunternehmen führen, an Schulungen zur Spargruppen-Methodik teil. Durch die Spargruppen können sie kleine Kredite für Investitionen aufnehmen und so langfristig ihr Einkommen zu sichern. Damit sie ihre landwirtschaftlichen Erträge erhöhen und die Versorgung mit Nahrungsmitteln verbessern können, testen sie den Einsatz von solarbetriebenen Wasserpumpen, um ihre Felder zu bewässern. Hierzu nehmen sie an Trainings teil, in denen sie sich mit der Nutzung und Funktionsweise der Anlagen vertraut machen.

Weitere Informationen zum Projekt „Solarenergie für ländliche Gemeinden“ finden Sie in unserer Projektbeschreibung.

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