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In Ghana fördern wir von Plan International Projekte zu Verbesserung der Wasserversorgung.

Sauberes Wasser für Ghana

In den ländlichen Regionen Ghanas haben nur 66 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. So führen verschmutztes Wasser, mangelnde Hygiene und das Fehlen von Sanitäranlagen häufig zu Krankheiten, die vor allem für Kinder lebensbedrohlich sein können. In diesem Projekt verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung in 36 Gemeinden. Wir bauen Brunnen, renovieren Wasserversorgungsstellen und unterstützen die Bevölkerung, Sanitäranlagen zu errichten. Rund 12.000 Schulkinder erhalten neue Toiletten und Waschräume.

Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Eastern, Central und Volta

Projektlaufzeit:
August 2018 – Oktober 2021

Ziel:
Trinkwasser und verbesserte Sanitärversorgung für rund 32.000 Menschen

Maßnahmen:

  • Bau und Renovierung von 36 Wasserzugängen in Gemeinden, Schulen und Gesundheitszentren
  • Bau von Sanitäranlagen für Jungen und Mädchen an 36 Schulen
  • Schulungen zu gemeindebasierter Sanitärversorgung und nachhaltigem Wassermanagement
  • Gründung von Spargruppen
  • Aufklärung zum Thema Menstruationshygiene

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

Was uns in Ghana erwartet

Obwohl Ghana in den vergangenen Jahren deutliche Erfolge im Bereich der Wirtschaft verzeichnen konnte, bleiben die Lebensbedingungen vielerorts hinter diesem Fortschritt zurück. Vor allem in ländlichen Regionen profitieren die Menschen kaum. Dort haben nur 66 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Trinkwasser und nur 9 Prozent verfügen über Sanitäranlagen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass die meisten Fälle von Mangelernährung auf Durchfall oder Wurminfektionen zurückzuführen sind. Diese wiederum haben ihre Ursachen in unsauberem Wasser, mangelnder Hygiene und einer schlechten Sanitärsituation. 

Auch in den Schulen ist die Wasser- und Sanitärversorgung unzureichend: 35 Prozent der Schulen in Ghana haben keine gesicherte Trinkwasserversorgung und in 31 Prozent der Schulen fehlen Sanitäranlagen. Vor allem bei Mädchen führt dieser Umstand häufig zu Fehlzeiten, da es ihnen besonders während der Menstruation an Hygienemöglichkeiten und Privatsphäre in den Schulen mangelt.

Unsere Projektziele

Ziel dieses Projektes ist es, die Sanitär- und Hygienesituation sowie die Trinkwasserversorgung in 36 Projektgemeinden zu verbessern. Rund 32.000 Gemeindemitglieder sollen Zugang zu sauberem, bezahlbarem Wasser und Sanitäranlagen erhalten. Zu diesem Zweck bauen wir 20 neue Wasserversorgungsstellen in den Gemeinden und renovieren oder erneuern 16 weitere Wasserzugänge in Schulen, Gemeinden und Gesundheitsstationen.In den Projektgemeinden fördern wir das Verständnis für die Zusammenhänge von Hygiene, Sanitärversorgung und Krankheitsprävention. 300 Gemeindemitglieder nehmen hierzu an Schulungen teil. Außerdem fördern wir den Bau lokal angepasster Sanitäranlagen. An 36 Projektschulen profitieren rund 12.000 Kinder von neuen Toiletten und Waschräumen.

Was wir für den Projekterfolg tun

In 20 Gemeinden, die bisher keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser haben, errichten wir neue Wasserversorgungsstellen. In sechs Gemeinden werden bereits bestehende Wasserzugänge repariert. An sieben Schulen und drei Gesundheitsstationen erneuern oder renovieren wir die Wasserzugänge. Rund 250 Gemeindemitglieder nehmen an Schulungen zu nachhaltigem Wassermanagement teil. Darin erfahren sie, wie sie die Wassersysteme instand halten und einfache Reparaturen selbst durchführen. Außerdem lernen sie, wie sie Gebühren für die Wassernutzung erheben. Durch diese kann die Wasserversorgung in den Gemeinden nachhaltig sichergestellt werden.

Wir unterstützen lokale Unternehmen, damit sie Angebote für unterschiedliche Latrinen erstellen. So produzieren sie kostengünstige Sanitärlösungen, die den lokalen Gegebenheiten entsprechen. Zehn verschiedene Prototypen sollen dabei entwickelt werden. 300 Gemeindemitglieder schulen wir im Konzept der gemeindebasierten Sanitärversorgung. Ihr Wissen geben sie anschließend in ihren Gemeinden weiter. Sie fördern damit das Verständnis über die Zusammenhänge von Hygiene, dem Vermeiden von offener Defäkation, sauberen Sanitäranlagen und Krankheitsprävention. Auf diese Weise werden die Gemeindemitglieder dazu ermutigt, ihre Sanitärversorgung selbstständig und mit eigenen Mitteln zu verbessern. Durch die Teilnahme an Spargruppen können sie die Wassergebühren bezahlen und sich selbstständig eine Latrine errichten. Rund 900 Gemeindemitglieder schließen sich dafür zu Spargruppen zusammen. Für 72 besonders von Armut betroffene Familien stellen wir das Material für den Bau der Latrinen zur Verfügung.

An 36 Projektschulen richten wir neue Toiletten mit je vier Räumen für Mädchen und Jungen ein. Die angeschlossenen Waschräume der Mädchen werden mit Mülleimern, Seife und Handtüchern ausgestattet. Die neuen Sanitäranlagen bieten vor allem den Schülerinnen bessere Hygienemöglichkeiten und mehr Privatsphäre, sodass sie auch während ihrer Menstruation die Schule besuchen können.

In den Gesundheitsclubs der Schulen beschäftigen sich rund 250 Schülerinnen und Schüler mit Hygienethemen. Sie sprechen dort beispielsweise über die Bedeutung von Körperhygiene und den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln. Einen besonderen Fokus nehmen die Themen Menstruation und Menstruationshygiene ein. Denn diese werden in Ghana häufig tabuisiert, und Mädchen trauen sich nicht, darüber zu sprechen. 216 Jugendliche bilden wir deshalb zu Botschafterinnen und -botschaftern aus. Sie moderieren Aufklärungsveranstaltungen in den Schulen, die dazu beitragen, das Tabu um die Menstruation zu brechen. So reduzieren sie negative Einstellungen hierzu und fördern ein positives Hygieneverhalten. Zur Unterstützung dieser Maßnahmen werden insgesamt 3.000 Binden an Schülerinnen verteilt.

Die Versorgung von Regionen mit Trinkwasser und Sanitäranlagen liegt auch im Verantwortungsbereich von Regierungen. Aus diesem Grund stärken wir zivilgesellschaftliche Organisationen, damit sie verbesserte Wasser- und Sanitärlösungen bei den zuständigen Behörden einfordern können. Wir unterstützen zudem die Arbeit von Netzwerken mit verschiedenen Akteuren aus dem Wasser- und Gesundheitsbereich. Diese Maßnahmen fördern eine starke Stimme der Zivilgesellschaft, die insbesondere gegenüber staatlichen Stellen für ihr Recht auf Wasser und Sanitär eintritt.

Prüfung und Bewertung der Projektaktivitäten

Während der gesamten Laufzeit des Projektes finden regelmäßige Treffen aller beteiligten Partner statt. Dort werden die Projektfortschritte besprochen, gewonnene Erfahrungen ausgetauscht und nötige Korrekturen bei der Umsetzung der Maßnahmen vorgenommen. Nach der Hälfte sowie nach Beendigung des Projektes wird eine ausführliche Evaluierung durchgeführt.

Aktuelle Projektbeschreibung

Exemplarische Projektkosten

124 EUR:
Öffentlichkeitsarbeit für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene in einer Schule

4.631 Euro:
Bau von Schultoiletten für Mädchen an einer Schule

7.034 Euro:
Bohrung einer Wasserentnahmestelle pro Gemeinde

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!
Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (80,91%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (14,04%)
  • Verwaltungsausgaben (5,05%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012
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