Junge Mütter wissen oft nicht, wie sie für ihre Gesundheit und die ihrer Kinder sorgen können.
Junge Mütter wissen oft nicht, wie sie für ihre Gesundheit und die ihrer Kinder sorgen können. © Plan

Projekt: Schutz vor Frühschwangerschaft

Wenn Mädchen schwanger werden, endet ihre Kindheit. Sie müssen die Schule vorzeitig abbrechen und haben kaum noch Aussichten auf ein selbstbestimmtes Leben. Im Süden Benins klärt unser Projekt Mädchen und Jungen zum Thema Familienplanung auf, um besonders die Zahl der frühen Schwangerschaften bei Mädchen zwischen 15 und 24 Jahren zu verringern. Plan international verbessert zudem die wirtschaftliche Situation von jungen Müttern und ihren Kindern und ermöglicht ihnen Zugang zu angemessenen Gesundheitsdiensten.

In Benin bekommen rund 23 Prozent aller jungen Frauen ihr erstes Kind vor dem 18. Geburtstag. Frühe Schwangerschaften sind ein wesentlicher Grund dafür, dass sich der Kreislauf von Armut, mangelnder Bildung und Ausgrenzung von Generation zu Generation weiter fortsetzt.

Prävention früher Schwangerschaften

Durch Aufklärung sorgen wir dafür, frühe Schwangerschaften schon im Vorfeld zu verhindern. Kinder und Jugendliche setzen sich mit Themen der Sexualität sowie geschlechtsspezifischen Normen auseinander. Plan international regt auch die Erwachsenen dazu an, mit Kindern und Jugendlichen offen und auf gleicher Augenhöhe zu kommunizieren, damit Fragen der sexuellen Gesundheit und Familienplanung nicht länger ein Tabu sind. Insbesondere setzt Plan International in diesem Projekt auf den Dialog und den Austausch mit Männern. Dafür werden Schulungsmaterialien entwickelt, die die Themen Geschlechterrollen und Maskulinität, Risikoverhalten und sexualisierte Gewalt sowie Verantwortung in Bezug auf reproduktive Gesundheit behandeln.

Verbesserung der Gesundheitsangebote

In 22 Gesundheitszentren lernen Hebammen, Krankenschwestern und Pfleger, wie sie Gesundheitsangebote an die Bedürfnisse von Jugendlichen, jungen Müttern und Schwangeren anpassen. So sollen beispielsweise Untersuchungen zur Schwangerschaftsnachsorge mit ersten Schutzimpfungen für Säuglinge zusammengelegt werden, damit die Mütter beide Angebote gleichzeitig wahrnehmen können. Außerdem schult Plan International die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitszentren darin, wie sie Jugendliche offen und kompetent beraten, eine ungezwungene Atmosphäre bieten und Vertraulichkeit gewährleisten. So sollen sie der Tabuisierung in der Gesellschaft und dem mangelnden Wissen in Bezug auf Sexualität und Familienplanung entgegentreten.

Junge Frauen stärken sich gegenseitig

In allen Projektdörfern werden Schwangerengruppen speziell für Mädchen und junge Frauen gegründet. Ehrenamtlich tätige Frauen, die sich bereits in der Vergangenheit durch ihr Engagement und ihren Einfluss in der Gemeinde ausgezeichnet haben, betreuen die Gruppen. Zusätzlich werden Schulungen zur Säuglings- und Kinderpflege angeboten.

Bildung und Einkommen ermöglichen

Rund 1.900 Mädchen und junge Frauen, die aufgrund ihrer Schwangerschaft die Schule abbrechen mussten, unterstützt Plan International bei der Rückkehr in die Schule oder in eine Berufsausbildung. Um ihnen den Wiedereinstieg zu erleichtern, werden gemeinsam mit den Schulen Auffrischungs- und Nachholkurse für die Mädchen organisiert. Außerdem sensibilisiert Plan International die Angehörigen der Mädchen, insbesondere Mütter und Schwiegermütter, damit sie die Mädchen bei der Wiederaufnahme des Schulbesuchs unterstützen und sich beispielsweise in dieser Zeit um die Kinder kümmern.

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