Durch Plans Projekt und seinen Reparaturservice hat James seine Hoffnungen und seine Lebensfreude zurückgewonnen. © Plan International / Sala Lewis
Durch Plans Projekt und seinen Reparaturservice hat James seine Hoffnungen und seine Lebensfreude zurückgewonnen. © Plan International / Sala Lewis
25.09.2019 - von Lara Betz

Finanziell unabhängig in ein neues Leben

Im Alter von 17 Jahren hatte James einen Fahrradunfall, der sein Rückenmark verletzte. Seitdem kann der jetzt 25-Jährige aus Tansania nicht mehr laufen und sitzt in einem Rollstuhl. Über Nacht hatte sich sein Leben verändert und er konnte nicht mehr zur Schule gehen, Fußball spielen oder Fahrrad fahren. Nun hat James mit Hilfe von Plan International sein eigenes Geschäft für Reparaturen von Handys und Computern eröffnet.

„Ich wollte nach der Schule Arzt werden, aber der Unfall zerstörte meine Träume”, sagt James. „Ich brauchte Zeit, um mit meiner Behinderung zurechtzukommen, weil ich mich immer fragte, wo ich jetzt sein würde, wenn ich den Unfall nicht gehabt hätte.”

Nachdem er sich ein Jahr lang im Gesundheitszentrum Ifakara erholt hatte, wurde James zu einer Fachabteilung für Physiotherapie gebracht. Dort freundete er sich mit fünf anderen jungen Männern an, die sich von ähnlichen Verletzungen erholten. Sie entschieden, zusammenzuarbeiten und ein gemeinsames Geschäft zu gründen: einen Reparaturservice für Handys und Computer.


Um ihre Elektronikkenntnisse zu verbessern, nahmen sie an einem sechsmonatigen Kurs im Rahmen des „Youth Economic Entrepreneurship”-Projekts (dt. etwa: „Projekt zur wirtschaftlichen Stärkung Jugendlicher”) teil. Das Projekt wird von Plan International gemeinsam mit Partnern wie der Berufsbildungsbehörde umgesetzt und von der Europäischen Union finanziert, um Arbeitsmöglichkeiten für besonders schutzbedürftige Personen zu schaffen und sie so zu stärken.

Nachdem sie den Kurs abgeschlossen hatten, erhielten sie einen Kredit der lokalen Regierung sowie ein Startpaket von Plan International, das es ihnen ermöglichte, ihren Laden aufzubauen.

„Dieses Projekt hat mein Leben verändert, mir eine Lebensgrundlage gegeben und meine Hoffnung für die Zukunft wiederhergestellt“, sagt James.

Vorher war James finanziell von seiner Familie abhängig. Nun bekommt er ein Einkommen und kann sich selbst versorgen. Zudem ist er jetzt als beliebter Reparateur in der ganzen Gemeinde bekannt und angesehen. Das hat sein Selbstwertgefühl gesteigert und ihm geholfen, sein neues Leben mit Behinderung zu akzeptieren.