"Lasst uns etwas ändern." Mädchen und Jungs in Uganda setzten sich für sexuelle Aufklärung ein. © Plan International / Zute Lightfoot
"Lasst uns etwas ändern." Mädchen und Jungs in Uganda setzten sich für sexuelle Aufklärung ein. © Plan International / Zute Lightfoot
03.04.2017

„Mein Körper, meine Zukunft“ - Projekt gegen Teenager-Schwangerschaften in Uganda

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität - dieses Ziel verfolgt Plan International, indem Mädchen und jungen Frauen ein Zugang zu jugendgerechten Gesundheitsangeboten und Aufklärungsmaßnahmen geboten wird. Im Rahmen der Bewegung Because I am a Girl hat Plan International Großbritannien ein neues Projekt gegen Teenager-Schwangerschaften in Uganda gestartet.

In Uganda nutzt ein Großteil der Jugendlichen keine Verhütungsmittel. Jedes vierte Mädchen ist bereits im Teenagealter schwanger oder schon Mutter eines Kindes. Auch die heute 24-jährige Annet hat mit 16 Jahren ihr erstes Kind geboren. „Als ich schwanger wurde, waren meine Eltern enttäuscht. Sie haben mich vernachlässigt und konnten mir nicht einmal helfen, meine Grundbedürfnisse zu befriedigen“, erzählt sie. Auch der Vater ihres Kindes half Annet nicht.

„Nachdem ich mein Kind bekommen habe, wollte ich zurück in die Schule, aber ich hatte kein Geld, um für Kinderbetreuung zu bezahlen. Ich war gezwungen, mir einen Freund zu suchen, der meine Mutter bezahlen konnte, damit sie auf mein Kind aufpasst“, erklärt die alleinerziehende Mutter.

Engagement für sexuelle Aufklärung

Plan International Großbritannien hat eine Kampagne gestartet, die sich in ähnlicher Form in Malawi bereits erfolgreich etablieren konnte. Unter dem Motto „Mein Körper, meine Zukunft“ werden in Zusammenarbeit mit Plan International Uganda Jugendliche dazu animiert, sich gegenüber der Regierung für gesundheitliche und sexuelle Aufklärung und für ihre Rechte stark zu machen.

2016 ist Annet dem Projekt „Ni-yeti“ („Es gehört uns“ auf Swahili) beigetreten, damit nicht noch mehr Mädchen das Gleiche durchmachen müssen wie sie. In fünf Regionen Ugandas werden junge Frauen und Männer dazu ausgebildet, beispielsweise Beratungssitzungen, Gesprächstreffen in Gemeinden und Theatergruppen zu organisieren.

„Jetzt ermutige ich junge Mädchen, zu Gesundheitseinrichtungen zu gehen und zum Beispiel mit Kondomen zu verhüten. Ich wurde damals nicht über Verhütung aufgeklärt und möchte nicht, dass es anderen Mädchen so ergeht wie mir. Ich möchte, dass sie ihre Träume erfüllen und setzte mich deshalb dafür ein, dass sie in der Schule bleiben“, erzählt Annet.

Am 24. März hat sich eine Gruppe von Mädchen und Jungen aus Uganda -unterstützt durch Plan International - mit der Regierung getroffen und ihre Forderungen für bessere Aufklärung und Informationen über sexuelle Gesundheit geäußert. Die Jugendlichen erwarten, dass ihre Vorschläge in den neuen Haushaltsplan aufgenommen werden, der im Mai verabschiedet wird. Plan International Großbritannien hat eine Petition gestartet, mit welcher die Öffentlichkeit sie direkt unterstützen kann.

Du möchtest dich ebenfalls für die Jugendlichen in Uganda stark machen? Unterzeichne die Petition hier


Interessant? Weitersagen: