Wir unterstützden syrische Flüchtlingskinder in Ägypten. © Plan International / Heba Khalifa
Wir unterstützden syrische Flüchtlingskinder in Ägypten. © Plan International / Heba Khalifa
08.03.2017

Bildung für alle Mädchen - besonders in Konflikt- und Kriegsregionen

Heute am Weltfrauentag steht Gleichberechtigung im Fokus der Öffentlichkeit. Eine besondere Herausforderung ist der Zugang von Mädchen zu Bildung in Konflikt- und Kriegsregionen: Das Risiko, dass sie keine Sekundarschule besuchen, ist mehr als doppelt so hoch wie bei den Buben.

Rund eine Milliarde Kinder und Jugendliche leben nach Schätzung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) in Gebieten mit bewaffneten Konflikten. 75 Millionen Kinder leben in Gebieten mit akuten humanitären Krisen und können deshalb nicht oder nur sehr unregelmäßig zur Schule gehen. Die Bundesregierung hat diesem Thema Rechnung getragen, indem sie Bildungsprojekte für Flüchtlingskinder in den Nachbarländern Syriens fördert und hier ihre Gelder deutlich aufgestockt hat. Aber: Nur 2 Prozent der humanitären Hilfe fließt bisher in Bildung. Kinder und Jugendliche haben jedoch weltweit in Notsituationen ein Recht auf Sicherheit und Zukunftsperspektiven.

Die Kinderhilfsorganisation Plan International fordert die deutsche Bundesregierung auf, den Fonds Education Cannot Wait mit mindestens 50 Millionen Euro jährlich aus dem Bundeshaushalt zu unterstützen. Dabei darf der Beitrag nicht zu Lasten anderer Bereiche gehen, sondern muss zusätzlich bereitgestellt werden. Der Fonds verzahnt die Maßnahmen der humanitären Hilfe mit den Vorhaben der Übergangshilfe und Entwicklungszusammenarbeit im Bildungsbereich und verbessert die Koordinierung zwischen den Akteuren. Bisher beteiligt sich die Bundesregierung nicht an dem Fonds.


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