Die Delegation der Bundesregierung fordert beim CSW in New York Parität - nicht nur in den Parlamenten, sondern auch in den Führungsetagen großer Organisation wie den Vereinten Nationen. © Elke Ferner
Die Delegation der Bundesregierung fordert beim CSW in New York Parität - nicht nur in den Parlamenten, sondern auch in den Führungsetagen großer Organisation wie den Vereinten Nationen. © Elke Ferner
11.03.2019

63. Weltfrauenkonferenz: Kein Mädchen wird zurückgelassen!

In New York geht es ab heute im UN-Hauptquartier um die Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung von Mädchen- und Frauenrechten weltweit.

Vom 11. bis 22. März findet in New York die jährliche Konferenz der UN-Frauenrechtskommission (Commission on the Status of Women - CSW) statt. Über 9.000 weibliche Delegierte von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Regierungen werden in diesem Jahr über soziale Sicherungssysteme, den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und nachhaltige Infrastrukturen für die Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung von Mädchen- und Frauenrechten diskutieren.

„Öffentliche Systeme konfrontieren Mädchen und Frauen weltweit tagtäglich mit Hürden - beispielsweise wenn es um bezahlbare Kinderbetreuung geht, um Gesundheitsversorgung, Bildung oder soziale Absicherung, ebenso wie um die sichere Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln“, sagte die Irin Geraldine Byrne Nason, die in diesem Jahr den Vorsitz der Frauenkonferenz hat, in ihrer Willkommensrede. „Das sind nur einige der vielen Belange, in denen Mädchen und junge Frauen benachteiligt werden. Diese Probleme anzugehen ist essentiell, um das nachhaltige Entwicklungsziel 5 - Gleichberechtigung - zu erreichen und Mädchen und Frauen weltweit zu stärken.“

Plan International Deutschland ist in diesem Jahr wieder Teil der deutschen Regierungsdelegation und wird versuchen, auf die Verhandlungen Einfluss zu nehmen, um so überkommene Normen und Strukturen, die Diskriminierung zugrunde liegen, zu verändern. Mit dem Titel „No girl left behind“ (dt.: Kein Mädchen wird zurückgelassen) richtet Plan International am Dienstag, den 12. März, einen politischen Dialog mit aus, in dem geschlechter-transformative Ansätze zu sicheren Sozialsystemen diskutiert werden sollen. Denn insbesondere heranwachsende Mädchen und junge Frauen sind aufgrund ihres Alters und ihres Geschlechts gleich doppelt gefährdet und einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sexualisierte Gewalt zu erleben, gegen ihren Willen verheiratet zu werden, oder dauerhaft die Schule verlassen zu müssen. Es braucht daher Maßnahmen zum Schutz von Mädchen, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Plan fordert daher die UN-Mitgliedsstaaten dazu auf, die Rechte und speziellen Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen anzuerkennen und zu berücksichtigen, indem sie altersgerechten und geschlechter-transformativen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, sozialen Sicherungssystemen und nachhaltiger Infrastruktur schaffen.


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