Mädchen und Frauen müssen frei leben, frei sprechen und frei über ihr Leben entscheiden können, ohne durch Gewalt oder deren Androhung zum Schweigen gebracht, ausgebremst oder diskriminiert zu werden. Das fordert Plan International mit #GirlsGetEqual. © Plan International / Patrick Kaplin
Mädchen und Frauen müssen frei leben, frei sprechen und frei über ihr Leben entscheiden können, ohne durch Gewalt oder deren Androhung zum Schweigen gebracht, ausgebremst oder diskriminiert zu werden. Das fordert Plan International mit #GirlsGetEqual. © Plan International / Patrick Kaplin
26.11.2018

16 Aktionstage gegen Gewalt an Frauen

Girls Get Equal freedom - Plan International unterstützt 16 Aktionstage zur Beseitigung von Gewalt an Frauen mit der neuen globalen Kampagne für Gleichberechtigung.

Ob zu Hause, auf der Straße, in Krisengebieten oder im Internet - Gewalt an Mädchen und Frauen ist alltäglich, unabhängig von Alter, sozialem Status, Bildung oder Nationalität und jedes Mal eine Verletzung von Menschenrechten. Das weltweite Ausmaß ist beachtlich: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits jede dritte Frau in ihrem Leben physische oder sexuelle Gewalt erfahren.

Um Gewalt gegen Frauen zu beenden, ruft das Center for Women’s Leadership seit 1991 jährlich zwischen dem internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen am 25. November und dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember zu 16 Protesttagen auf. Dieses Jahr stehen die 16 Days of Activism unter dem Motto #HearMeToo. Damit tragen sie allen Überlebenden von Gewaltakten sowie Aktivistinnen und Aktivisten Rechnung, die sich bereits in diversen Bewegungen wie #MeToo oder #TimesUp für die Rechte von Frauen eingesetzt haben. Das Credo: Zu lange haben Straffreiheit, Schweigen und Stigma Gewalt gegen Frauen keinen Einhalt geboten - damit ist jetzt Schluss. In den 16 Aktionstagen sollen Möglichkeiten zum Dialog zwischen Betroffenen, Aktivistinnen und Aktivisten, Politikschaffenden und der breiten Öffentlichkeit geschaffen werden.

Plan International unterstützt die Aktion mit der neuen globalen Kampagne für die Rechte von Mädchen: Mit Girls Get Equal fordert Plan echte Gleichberechtigung. Ein wesentlicher Teil davon ist, dass Mädchen und Frauen frei leben, frei sprechen und frei entscheiden können, ohne durch Gewalt oder deren Androhung zum Schweigen gebracht zu werden. Weltweit sind Mädchen und junge Frauen täglich durch drohende Gefahren in vielen Bereichen ihres Lebens eingeschränkt - ob durch fehlende Sicherheit in ihren Städten und Gemeinden oder auch im Internet. Aus Angst vor Diskriminierung, Missbrauch und Gewalt sprechen allerdings nur wenige über die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert sind. Bei einer Befragung von Kindern in 60 Ländern gaben nur 34 Prozent an, dass sie sich dabei sicher fühlten, öffentlich ihre Meinung zu sagen. Über die Hälfte von 1.500 befragten jungen Aktivistinnen, die sich für die Rechte von Mädchen, Frauen und Transmenschen einsetzen, sagten, dass sie sich bei ihrer Arbeit nicht sicher fühlten. Laut einer neuen weltweiten Studie sind über die Hälfte aller Politikerinnen, schon einmal bedroht worden - von Belästigungen über Vergewaltigung bis hin zu Mord.

Mit Girls Get Equal macht Plan sich zu Fürsprechern dieser betroffenen Mädchen und Frauen und setzt sich gemeinsam mit ihnen für echte Gleichberechtigung ein. Dabei gilt: Jede und jeder muss seinen Part dazu beitragen. Denn je mehr Menschen sich für ihre Rechte einsetzen und einfordern, gehört zu werden, umso mehr Aufmerksamkeit bekommen sie und ihre Themen in der Öffentlichkeit - und desto höher werden die Chancen auf echten Wandel.

Plan International Deutschland hat zur einfachen Solidarisierung daher eine Social Media-Aktion initiiert, bei der alle mitmachen können: Ein Bild mit Gleichzeichen als Symbol für Chancengleichheit und Gleichberechtigung soll mit dem Hashtag #GirlsGetEqual im sozialen Netzwerk der Wahl gepostet werden! Dazu bieten die 16 Aktionstage gegen Gewalt an Frauen nicht nur einen guten Anlass, sondern auch eine gute Gelegenheit.


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