Plan Österreich https://www.plan-international.at Plan International Österreich de-DE Plan Österreich Mon, 27 Sep 2021 13:06:21 +0000 Mon, 27 Sep 2021 13:06:21 +0000 Plan International Österreich | TYPO3 news-1611 Mon, 27 Sep 2021 08:47:00 +0000 Ökologische Landwirtschaft bietet Frauen Zukunftsperspektiven https://www.plan-international.at/news/detail/oekologische-landwirtschaft-bietet-frauen-zukunftsperspektiven.html Junge Frauen in Indonesien sind besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen, bedingt durch eingeschränkten Zugang zu Bildung und den Druck traditioneller Rollenbilder. Von ihnen wird erwartet, eine gute Hausfrau, Ehefrau und Mutter zu sein. Viele werden davon abgehalten, außerhalb des Hauses zu arbeiten, weshalb es für sie schwer ist, die nötigen Fähigkeiten und Qualifikationen zu erlangen, um ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben zu führen.

Das „Green Skills“-Projekt wurde ins Leben gerufen, um diese Umstände zu ändern. Es versorgt 2.000 junge Menschen in den Soe und Kefa Provinzen mit Arbeitsplätzen und Ausbildungsmöglichkeiten. Teilnehmer:innen lernen alles über ökologische Landwirtschaft: von der Vorbereitung des Bodens und der Instandhaltung der Saat über die Ernte und bis hin zum Finanz-Management. Viele reichen das erlernte Wissen dann weiter, wenn neue Menschen angestellt werden.

Die 28-jährige Damaris ist seit 2015 Teilnehmerin des „Green Skills“-Projektes. Bevor sie dem Programm beigetreten ist, waren sie und ihre Familie auf das Einkommen ihres Mannes angewiesen. Das hat nicht immer ausgereicht. Sie wollte auch arbeiten, aber wusste nicht, was sie tun konnte, weil sie das Gefühl hatte, keine Ausbildung und keine Fähigkeiten zu haben.

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news-2030 Thu, 23 Sep 2021 15:40:00 +0000 Berufsausblidung trotz Konflikt: Wie sich Binnenvertriebene in Kamerun ein neues Leben aufbauen https://www.plan-international.at/news/detail/berufsausblidung-trotz-konflikt-wie-sich-binnenvertriebene-in-kamerun-ein-neues-leben-aufbauen.html Gemeinsam mit ihrer Mutter und sieben Geschwistern floh Theresia in ein nahegelegendes Krankenhaus, das als einer der letzten sicheren Orte galt. Als kurz darauf auch das Krankenhaus attackiert wurde, war die Familie gezwungen ihre Heimatregion ganz zu verlassen.

Die ansteigende Gewalt in Kameruns nordwest- und südwestlichen Gebieten hat die lokalen Gemeinden hart getroffen. Seitdem Separationsbewegungen den Konflikt seit 2016 immer weiter eskalieren lassen, haben auch extremistische Gruppen das politische Vakuum ausgenutzt und sind neben weiteren kriminellen Banden in der Region aktiv. Zwischen den Fronten steht die Bevölkerung, der inmitten der willkürlich stattfindenden Angriffe, die auch Schulen und Krankenhäuser ins Visier nehmen, nichts anderes übrig bleibt, als ihre Heimat zu verlassen. Etwa eine viertel Million Binnenvertriebene hat der Konflikt bisher hervorgebracht. 

In den noch als sicher geltenden Städten im Rest des Landes ist der Wohnraum knapp. Theresia teilt sich heute mit ihrer Mutter und sieben Mitbewohner:innen eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Auch der Arbeitsmarkt bietet nicht genug Möglichkeiten für die vielen Menschen, die auf einmal in die Städte drängen. Theresias Mutter Mónica hat kein Einkommen und erhält auch keine finanzielle Unterstützung von der Regierung. Als sie nicht mehr für ihre gesamte Familie sorgen konnte, gab sie sechs ihrer sieben Kinder in ein Kinderheim – nur Theresia ist ihr geblieben.  

Durch das Erlebte war Theresia traumatisiert. Sie leidete oft an Angstzuständen und machte sich ständig Sorgen, dass sie auch von ihrer Mutter getrennt werden könnte. “Ich habe mir große Sorgen um meine Zukunft gemacht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass überhaupt noch irgendetwas aus mir werden könnte,” erzählt sie.

Nach einiger Zeit kam Theresia mit dem Friendly Places Programm von Plan International in Kontakt, das sich dafür einsetzt, sichere und kinderfreundliche Orte zu schaffen, an denen Kinder und Jugendliche traumatische Erfahrungen verarbeiten und neue Perspektiven für ihre Zukunft entwickeln können. Zuerst fiel es ihr schwer, sich mit ihren Gefühlen zu beschäftigen und über das Erlebte zu sprechen. Aber mit der Zeit nahm Theresia immer mehr Beratungsangebote war und fing an sich während der psychosozialen Betreuung für neue Aktivitäten zu interessieren. 

Schließlich nahm die 16-jährige an einem berufsvorbereitenden Kurs teil und entschied sich, eine Ausbildung als Schneiderin zu beginnen. Nachdem Theresia ihr Training abgeschlossen hatte, erhielt sie von Plan International eine Nähmaschine, Stoffe und anderes Nähmaterial als Grundausstattung. Die Unterstützung hat ihr nicht nur dabei geholfen, ihr eigenes Einkommen zu verdienen – mit der einhergehenden Anerkennung hat sich auch Theresias Selbstbewusstsein verändert. “Ich freue mich wieder darauf, was die Zukunft bringt. Meine Ausbildung gibt mir das Gefühl, dass ich gebraucht werde. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich gut bin, in dem was ich tue und dass ich damit mein eigenes Geld verdienen kann – das fühlt sich einfach großartig an,” sagt Theresia.

Eines Tages möchte Theresia auch selbst Workshops und Trainingskurse anbieten. Ihr ist es wichtig, gerade Mädchen und jungen Frauen, die in derselben Situation sind, in der sie einmal war, eine Perspektive zu bieten. Und wenn es nach ihren ehemaligen Betreuer:innen im Friendly Places Programm geht, ist das Engagement der Jugendlichen mehr als willkommen. "Theresia lernt sehr schnell, sie war eine der besten Auszubildenden in ihrem Jahrgang,” erzählt Estella, eine der Kursleiterinnen. Und Ferdinand, der als Sozialarbeiter im Programm aktiv ist, fügt hinzu: “Sie ist sehr fleißig und verantwortungsbewusst. Wir freuen uns sehr, dass Theresia sich für andere Jugendliche einsetzen möchte, die aufgrund des Konflikts vertrieben wurden und mit vielen finanziellen aber auch sozialen Hürden zu kämpfen haben.

Das Friendly Spaces Projekt, an dem Theresia teilgenommen hat, ist eine gemeinsame Initiative von Plan International und der schwedischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (SIDA). In der dritten Projektphase, die zwischen Mai 2020 und April 2021 stattgefunden hat, konnte das Programm mehr als 9.000 Menschen erreichen, die aufgrund des innerstaatlichen Konflikts im Nordwesten und Südwesten des Landes vertrieben wurden. Davon konnten 359 Jugendliche und junge Erwachsenen berufsvorbereitende Seminare besuchen und bei ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt werden.

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news-2082 Wed, 22 Sep 2021 00:00:00 +0000 Abgeordnete und Prominente unterstützen Plan International Deutschlands Forderung nach mehr Gleichstellung in den Außenbeziehungen https://www.plan-international.at/news/detail/abgeordnete-und-prominente-unterstuetzen-plan-international-deutschlands-forderung-nach-mehr-gleichstellung-in-den-aussenbeziehungen.html Rund 36 Abgeordnete des Deutschen Bundestags, Kandidierende sowie Prominente und Aktivist:innen haben sich anlässlich der Bundestagswahl am 26. September der Forderung von Plan International Deutschland angeschlossen, Gleichstellung ins Zentrum der Außen- und Entwicklungspolitik zu stellen. Darunter sind Vertreter:innen der CDU, SPD, FDP, DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen. Laut des Mädchenberichts der Kinderrechtsorganisation nimmt die Bundesregierung die Gleichstellung von Mädchen und jungen Frauen zu wenig in den Fokus ihrer Außen- und Entwicklungspolitik. Dabei lässt sich Armut nur langfristig und nachhaltig bekämpfen, wenn Mädchen und Frauen in den Mittelpunkt der Außenbeziehungen gestellt werden. So halten Friedensabkommen länger und es gibt mehr Wohlstand für alle, wenn Frauen an den Entscheidungsprozessen beteiligt sind. 

„Es braucht eine mutige feministische Innen- und Außenpolitik“, sagt etwa Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. „Eine Politik, die bei uns selbst anfängt und zugleich global gerechte Strukturen schafft - für ein Leben ohne Gewalt und in voller Würde für alle! Eine ambitionierte Politik zur Bekämpfung der Klimakrise, zur Wahrung der Menschenrechte aller auf unserem geteilten Planeten.“ Markus Lanz, ZDF-Moderator, sagt: „Wir brauchen Gleichstellung in der Außen- und Entwicklungspolitik - für mehr Frieden und Wohlstand weltweit. Dafür setze ich mich ein!“

Die Vize-Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Nadine Schön setzt sich „dafür ein, dass die Stimmen von Frauen und Mädchen weltweit gehört werden und dass das, was sie sagen, in politischen Entscheidungen Gewicht hat. Die Gleichstellung von Frauen und Mädchen muss zur Grundlage der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe werden.“ Dr. Bärbel Kofler (SPD), Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, sagt, sie setze sich für die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an politischen Prozessen ein und sei aus „Überzeugung gerne Botschafterin“ für Geschlechtergleichstellung in der internationalen Politik. „Die Perspektive von Frauen immer mitdenken, feministische Ansätze in der Politik umsetzen, Frauen gleichgestellt einbinden – das wird in vielen politischen Bereichen auch heute leider immer noch nicht umgesetzt. In der Außen- und Entwicklungspolitik ist der Aufholbedarf weiterhin sehr groß.“

Für Kristina Lunz, Aktivistin und Mitgründerin des Center for Feminist Foreign Policy, ist klar: „Ohne Feminismus kein Frieden.“ Schauspielerin Wolke Hegenbarth sagt, dass die Perspektive von über der Hälfte der Weltbevölkerung stärker berücksichtigt werden müsse. „Diesen Fokus brauchen wir für Deutschland in der Außen- und Entwicklungspolitik, wie es Länder wie Kanada oder Schweden vormachen.“ Und der Journalist und Autor Ulrich Wickert sagt: „Was fehlt in der deutschen Entwicklungs- und Außenpolitik? Die Perspektive von über der Hälfte der Weltbevölkerung. Deshalb brauchen wir JETZT eine Außen- und Entwicklungspolitik für Deutschland, die eine besondere Beachtung auf die Lage der Frauen im globalen Süden und insbesondere in Kriegs- und Krisengebieten legt.“ Die komplette Liste aller Unterstützer:innen gibt es auf unserer Website.

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news-2076 Wed, 15 Sep 2021 10:21:00 +0000 WeltRisikoBericht 2021: Soziale Sicherung elementar für Katastrophenvorsorge https://www.plan-international.at/news/detail/weltrisikobericht-2021-soziale-sicherung-elementar-fuer-katastrophenvorsorge.html Soziale Sicherungssysteme helfen die Folgen von extremen Naturereignissen abzumildern und Gesellschaften krisenfester zu machen. Neben formellen, oftmals staatlichen, Sicherungssystemen leisten informelle Sicherungssysteme einen wichtigen Beitrag. Peter Mucke, Projektleiter WeltRisikoBericht und Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft betont: „Von der Kranken- und Unfallversicherung bis zur Nachbarschaftshilfe – die verfügbaren Mechanismen der sozialen Sicherung sind vielfältig. Wie wichtig Absicherungen sind, wird uns oft erst dann bewusst, wenn bei Krisen dramatische Folgen drohen. Bisher hat jedoch nur eine Minderheit der Weltbevölkerung Zugang zu sozialen Sicherungssystemen – das muss sich dringend ändern.“ Über den direkten Schutz vor Katastrophen hinaus wirken sich soziale Sicherungssysteme positiv auf andere gesellschaftliche Herausforderungen aus. „Soziale Sicherung und der Kampf gegen Hunger, Armut, soziale Ungleichheit und Klimawandel gehören zusammen. Die zukünftige deutsche Regierung muss soziale Sicherung verstärkt in den Blick nehmen und eine internationale Vorreiterrolle übernehmen, wenn sie in Zeiten von Pandemien und zunehmenden Wetterextremen ernst genommen werden will“, so Peter Mucke.

Wie Plan International agiert

Plan International arbeitet in der Regel mit integrierten Programmansätzen, die langfristig zu einem Wandel von Normen und Werten beitragen sollen, um unter anderem soziale Barrieren zu Sicherungssystemen abzubauen. Solche Programmansätze beinhalten neben der Grundsicherung Komponenten aus den Bereichen Kinderschutz, sexuelle und reproduktive Gesundheit, psychosoziale Beratung, Bildung und Berufsbildung und zielen auf eine Stärkung von Mädchen und Frauen ab, die es ihnen erlaubt sich eigenständig abzusichern. Opfern von Gewalt bietet Plan International spezielle Versorgungs- und Beratungsdienste an und stärkt entsprechende Organisationen, um die besonderen Bedarfe nach sozialer Sicherung der Betroffenen zu adressieren und geschützte Räume zu gewähren. Der soziale Zusammenhalt innerhalb einer funktionierenden Gemeinde ist der Grundpfeiler sozialer Sicherung für ihre Mitglieder – insbesondere in Krisen oder bei fehlenden staatlichen Systemen.

Der WeltRisikoIndex

Zentraler Bestandteil des WeltRisikoBerichts ist der WeltRisikoIndex, der seit 2018 vom IFHV berechnet wird. Der Index gibt für 181 Länder das Risiko an, dass ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Das höchste Katastrophenrisiko hat der tropische Inselstaat Vanuatu, gefolgt von den Salomonen und Tonga. „Die Folgen des Klimawandels sind für Inselstaaten enorm bedrohlich. Neben den zunehmenden Wetterextremen treibt der Anstieg des Meeresspiegels ihr Risiko nach oben“, sagt Dr. Katrin Radtke, wissenschaftliche Leiterin des Berichts. Unter den 15 Ländern mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind insgesamt zehn Inselstaaten vertreten. Deutschland liegt mit einem sehr geringen Katastrophenrisiko auf Rang 161. In die Berechnung des WeltRisikoIndex werden die Gefährdung durch extreme Naturereignisse und die gesellschaftliche Verwundbarkeit einbezogen.

Als extreme Naturereignisse berücksichtigt der WeltRisikoIndex Erdbeben, Wirbelstürme, Dürren, Überschwemmungen und den Meeresspiegelanstieg. In der Analyse der Länder sind knapp 99 Prozent der Weltbevölkerung erfasst. In diesem Jahr enthält der Bericht ergänzend zum WeltRisikoIndex einen Index zur sozialen Sicherung für Hochrisikoländer. Dr. Katrin Radtke erläutert: „Besonders in Westafrika zeigen sich große Defizite bei der sozialen Sicherung und großer Handlungsbedarf. Menschen mit besonderem Schutzbedarf wie Kinder, alte Menschen oder Menschen mit Behinderungen haben selten Zugang zu staatlicher Unterstützung. Dadurch sind sie auch besonders vulnerabel gegenüber extremen Naturereignissen.“
 

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news-2078 Wed, 15 Sep 2021 07:30:28 +0000 Neuberger Gebäudeautomation GmbH: Mitarbeitende spenden für Kinder in Ruanda https://www.plan-international.at/news/detail/neuberger-gebaeudeautomation-gmbh-mitarbeitende-spenden-fuer-kinder-in-ruanda-1.html Seit 2019 unterstützt die Firma Neuberger Gebäudeautomation GmbH aus Rothenburg o.d.T. mit ihren Mitarbeitenden wechselnde Projekte von Plan International. Fast 50 % der Belegschaft spendeten dabei monatlich 1 Euro ihres Gehalts für Kinder in Ruanda. Der Spendenbetrag wurde vom Unternehmen verdoppelt. Rund 20.000 Euro sind so für das Projekt „Gute Bildung für Kinder“ zusammengekommen.

In diesem Projekt verbessert Plan die Lernbedingungen in 20 Grund- und Sekundarschulen in Ruanda, indem wir Lehrkräfte fortbilden und neues Unterrichtsmaterial bereitstellen. Darüber hinaus unterstützen wir 25 Kindergärten mit rund 5.250 Kleinkindern durch frühkindliche Förderung als Vorbereitungen auf die Schule.

Die Spendenaktion bei Neuberger war ein voller Erfolg: Monatlich stieg die Zahl der Mitarbeitenden, die sich beteiligten und durch regelmäßige Beiträge im Unternehmens-Intranet zum Projektfortschritt informieren konnten.

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news-2068 Mon, 30 Aug 2021 06:44:00 +0000 Schutzprojekt für Geflüchtete aus Venezuela https://www.plan-international.at/news/detail/plan-international-setzt-sich-fuer-den-schutz-von-gefluechteten-kindern-aus-venezuela-ein.html news-2063 Mon, 23 Aug 2021 07:31:01 +0000 STAEDTLER: Erfolgreicher Malwettbewerb 2021 „Wir entdecken die Natur – an Land“ https://www.plan-international.at/news/detail/staedtler-erfolgreicher-malwettbewerb-2021-wir-entdecken-die-natur-an-land.html Ein voller „bunter“ Erfolg: Der internationale Malwettbewerb unseres Unternehmenspartners STAEDTLER, der jährlich anlässlich des Weltkindermaltages am 06. Mai stattfindet, geht zu Ende. In diesem Jahr machten von März bis Ende Juli so viele Kinder im Alter zwischen 3 und 12 Jahren mit, wie nie zuvor. Allein in Deutschland sind zahlreiche Kinder dem Aufruf gefolgt, haben die Natur gemäß dem diesjährigen Motto entdeckt und in farbenfrohen Kunstwerken festgehalten – einzeln oder in der Gruppe. Es wurden 30.958 tolle Bilder und kreativ gebastelte Werke eingereicht.

International fand der Wettbewerb in 19 Ländern in Europa, Lateinamerika und Asien in unterschiedlicher Form und Länge statt. Wir gratulieren allen Gewinner:innen!

STAEDTLER unterstützt mit einem Euro pro Bild ein Plan International-Projekt in Peru. So wird nun dank des Einsatzes der jungen Künstler:innen und des Engagements unseres Unternehmenspartners die großzügige Summe von 30.958 Euro zur Verfügung gestellt.

Unterstützt wurde der Wettbewerb auch durch den Einsatz der Plan-Aktionsgruppen (AGs): Trotz der schwierigen Umstände während der Pandemie informierten die Mitglieder aus rund 40 der bundesweit verteilten Plan-AGs die KITAs sowie Schulen und animierten die Kinder zum Mitmachen.

Vieler Orts berichtete auch die Presse über die lokalen Aktionen. Die Landesgartenschau Ingolstadt integrierte den Wettbewerb sogar in ihr Programm. Im Küstenmuseum Wilhelmshaven findet noch bis Oktober die Ausstellung "Wenn ich groß bin" mit Bildern vom Weltkindermaltag 2019 statt, organisiert durch Karl Heinz Schaub, Leiter der AG Wilhelmshaven/Friesland und langjähriger Unterstützer des Weltkindermaltags. Zudem beteiligte sich auch zum ersten Mal ein Unternehmen am Wettbewerb, die FGK Clinical Research GmbH, und rief die Kinder der Mitarbeitenden zur Teilnahme auf.

Unsere Geschäftsführerin Kathrin Hartkopf freut sich sehr, dass STAEDTLER bereits zum vierten Mal dazu aufgerufen hat, dass Kinder für andere Kinder in Not malen und damit Plan International Deutschland unterstützen. Die weltweiten Wettbewerbe anlässlich des Weltkindermaltags haben auch in diesem Jahr zahlreiche beeindruckende Bilder voller kreativer Ideen hervorgebracht: „Wir danken allen Kindern, die ihre wunderbaren Bilder eingereicht, sowie den Lehrerkräften und KITA-Mitarbeitenden, die diese Aktion mitgetragen haben. Ein besonderer Dank gilt auch den Mitgliedern von 40 Plan-Aktionsgruppen aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich für den Wettbewerb engagierten, sowie unserem Partner STAEDTLER für das großartige Engagement. Durch die großzügige Unterstützung können wir in Peru die Ernährungssituation für benachteiligte Kinder langfristig verbessern. Zudem lernen die Kinder dort, wie sie die Natur besser schützen können. Wir freuen uns auf den Weltkindermaltag im kommenden Jahr und damit auf eine Fortführung unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit STAEDTLER“, betont Kathrin Hartkopf.

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news-2058 Mon, 23 Aug 2021 00:00:00 +0000 Erdbeben und Tropensturm in Haiti https://www.plan-international.at/news/detail/schweres-erdbeben-in-haiti.html Im Plan-Programmgebiet South-East führten anhaltende Regenfälle infolge dieses Sturms zu Überschwemmungen. Dabei wurden Ernten zerstört und Vieh kam um. Auch Plan-Patenkinder und ihre Familien sind von diesen wirtschaftlichen Schäden betroffen. Plan führt derzeit Gespräche mit Partnerorganisationen, um Nothilfe in den betroffenen Gebieten zu leisten.

Das Epizentrum des Bebens lag im Departement Sud, 12 Kilometer nordöstlich der Stadt Saint Louis du Sud und etwa 125 km westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Inzwischen gibt es über 2.000 Tote und mehrere Tausend Verletzte. Besonders betroffen von dem Erdbeben sind die Departements Nippes, Sud und Grande-Anse. Sie sind von der Hauptstadt Port-au-Prince nur schwer zu erreichen, weil sich entlang der Fernstraße in Richtung Süden Banden bekriegen.

Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der Karibikstaat leidet unter den Folgen der Covid-19-Pandemie und einer Nahrungsmittelkrise. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist von Nahrungsmittelmangel betroffen. Hinzu kommt eine angespannte Sicherheitslage nach der Ermordung des Präsidenten Jovenel Moise Anfang Juli sowie hohe Kriminalitätsraten.

Wir von Plan sind seit 1973 in Haiti tätig und erreichen mit unserer Arbeit knapp 27.000 Patenkinder. Plan International führt u.a. Gesundheits- und Bildungsprojekte im Land durch. Zudem unterstützen wir die Gemeinden darin, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und Schutzmechanismen zu entwickeln, um bestmöglich auf Katastrophen vorbereitet zu sein.

Mehr zu Patenschaften in Haiti gibt es hier.
Außerdem zum Thema: Dr. Unni Krishnan, globaler Leiter der Humanitären Hilfe bei Plan International, beschreibt, mit welchen Herausforderungen Haiti zu kämpfen hat.

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news-2062 Mon, 23 Aug 2021 00:00:00 +0000 Chancengerechtigkeit für alle https://www.plan-international.at/news/detail/chancengerechtigkeit-fuer-alle.html Was sind die Vorrausetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe von geflüchteten und zugewanderten Menschen in Deutschland? Wie können vor allem Mädchen und junge Frauen stärker am gesellschaftlichen und kulturellen Leben beteiligt werden? Mit diesen Fragen setzt sich Plan International Deutschland auseinander, seitdem es 2016 seine Programmarbeit ausgeweitet hat und Projektaktivitäten auch in Unterkünften für Geflüchtete in Deutschland umsetzt.  

Anlässlich der Bundestagswahlen im September veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit (hamburgasyl) gemeinsam mit dem Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen (BHFI) unter dem Titel „zu-recht-kommen“ ab dem 23. August  eine Veranstaltungswoche, an der Plan International mit zwei Vorträgen beteiligt ist.


Erkenntnisse aus fünf Jahren Kinderschutzprogramm  


Sonja Fiedler, Referentin des Kinderschutzprogramms von Plan International Deutschland: „In unserer Arbeit legen wir unseren Fokus auf die Etablierung der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“. Die Erkenntnisse aus fünf Jahren Kinderschutzprogramm in Deutschland haben gezeigt, dass dies der Grundstein für die gleichberechtigte Teilhabe von geflüchteten und zugewanderten Menschen in Deutschland ist.“

Die Beiträge von Plan International basieren auf dem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Plan-Projekt „Brücken bauen – Vernetzung der hamburgweiten Integrationsakteure auf allen Ebenen“ sowie auf dem vom Bezirksamt Altona geförderten Projekt „Kinderfreundliche Unterkunft: Für ein gesundes Aufwachsen von geflüchteten Kindern im Bezirk Altona“:
 

27.08.2021: 15.00 -16.00 Uhr

Kinder schützen: Der Projektansatz „Kinderfreundliche Unterkunft“

Vorstellung von Plans Projektansatz „Kinderfreundliche Unterkunft“ am Beispiel des im Bezirk Hamburg-Altona durchgeführten Projektes. Dabei steht der Auf- und Ausbau von Kinderschutzstrukturen in öffentlichen Einrichtungen im Fokus. Ziel ist es, qualifizierende Maßnahmen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern umzusetzen.

Zum Einwahllink geht es hier.
Meeting-ID: 867 5573 0643
Kenncode: 974641

 

07.09.2021: 10.00 bis -11.00

Wir ziehen Bilanz – Kinderrechte und Integration – Aktuelle Erkenntnisse aus dem Kinderschutzprogramm in Deutschland

Plan International Deutschland stellt seine wesentlichen Erkenntnisse aus fünf Jahren Kinderschutzprogramm in Deutschland sowie seine daraus resultierenden Handlungs-empfehlungen rund um die Themen Kinder- und Gewaltschutz, Flucht, Migration und Integration vor.

Zum Einwahllink geht es hier.
Meeting-ID: 835 2883 3552
Kenncode: 853874

 

Weitere Informationen für beide Veranstaltungen gibt es hier.
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

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news-2061 Thu, 19 Aug 2021 11:19:00 +0000 Welttag der Humanitären Hilfe: 235 Millionen Menschen sind auf lebensrettende Maßnahmen angewiesen https://www.plan-international.at/news/detail/welttag-der-humanitaeren-hilfe-235-millionen-menschen-sind-auf-lebensrettende-massnahmen-angewiesen.html Dass eine so große Zahl von Menschen auf Hilfe von außen angewiesen ist, wie jetzt ganz aktuell nach dem schweren Erdbeben auf Haiti, hat vor allem einen Grund: die Corona-Pandemie. Die Menschen leiden unter den sekundären Auswirkungen der Lockdowns: steigende Lebensmittelpreise, sinkende Einkommen und Schulschließungen. Die Länder mit den niedrigsten Einkommen sind am härtesten betroffen – dort wiederum Mädchen und junge Frauen.

Laut UN wird die extreme Armut seit den 90er-Jahren wieder zunehmen. Die Lebenserwartung werde sinken. Die jährliche Zahl der Todesfälle durch HIV, Tuberkulose und Malaria werde sich verdoppeln. Die Vereinten Nationen befürchten, dass sich auch die Zahl der Menschen, die von Hunger bedroht sind, fast verdoppeln wird. Viele Mädchen, die die Schule verlassen haben, werden wohl nie wieder zurückkehren.

Der finanzielle Bedarf für lebensrettende Maßnahmen hat ebenfalls stark zugenommen. In diesem Jahr werden nach UN-Angaben etwa 35 Milliarden Dollar benötigt, gut sechs Milliarden mehr als noch im Jahr zuvor (plus 20 Prozent). Dennoch sind erst etwa ein Drittel dieser Summe finanziert. Dass der benötigte Betrag tatsächlich gedeckt wird, ist derweil nicht zu erwarten. In den vergangen zehn Jahren lag der Deckungsbetrag nie höher als 65 Prozent. Insofern ist der Welttag der Humanitären Hilfe auch als ein Appell an die Staatengemeinschaft zu sehen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Der Welttag der Humanitären Hilfe geht auf den 19. August 2003 zurück. Damals starben bei einem Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad 22 humanitäre Helferinnen und Helfer der Vereinten Nationen. Seit 2009 begeht die UN diesen Tag als Welttag der Humanitären Hilfe, um an die Opfer zu erinnern und um jene zu ehren, die im Einsatz für Menschen in Not ihr Leben verloren haben. Allein in diesem Jahr sind bereits 78 Helferinnen und Helfer weltweit ums Leben gekommen, wie Aid Worker Security Database, ein von der amerikanischen Behörde für Entwicklungszusammenarbeit finanziertes Forschungsprojekt berichtet.

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news-2051 Thu, 19 Aug 2021 11:01:00 +0000 Humanitäre Hilfe: Wie Plan Notleidende weltweit unterstützt! https://www.plan-international.at/news/detail/humanitaeren-hilfe-wie-plan-notleidende-weltweit-unterstuetzt.html news-2060 Tue, 17 Aug 2021 11:04:52 +0000 „Katastrophen hinterlassen bleibende Fußabdrücke“ https://www.plan-international.at/news/detail/katastrophen-hinterlassen-bleibende-fussabdruecke.html news-2053 Wed, 04 Aug 2021 11:24:00 +0000 Ein Jahr nach Explosion in Beirut: Wirtschaftskrise im Libanon verschärft Periodenarmut https://www.plan-international.at/news/detail/ein-jahr-nach-explosion-in-beirut-wirtschaftskrise-im-libanon-verschaerft-periodenarmut.html news-2052 Fri, 30 Jul 2021 09:42:15 +0000 Monsun in Bangladesch: 32 Hilfsorganisationen fordern Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge https://www.plan-international.at/news/detail/monsun-in-bangladesch-32-hilfsorganisationen-fordern-unterstuetzung-fuer-rohingya-fluechtlinge.html In den Rohingya-Geflüchtetencamps wurden Tausende von Unterkünften beschädigt und überflutet, niedrig gelegene Gebiete überschwemmt und es wurden Erdrutsche gemeldet. Bis gestern wurden den humanitären Partnern etwa 13 000 Betroffene gemeldet, darunter 17 Menschen, die auf tragische Weise ums Leben kamen, sowohl in den Geflüchteten- als auch in den Aufnahmegemeinden. Aufgrund der mangelnden Mobilität sind Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen am stärksten gefährdet, verletzt oder getötet zu werden. Für sie ist es besonders schwierig, sich in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu bekommen.

„Ich habe solche Angst, dass nachts ein Erdrutsch kommt und meine Söhne nicht wissen, was sie tun sollen oder wie sie sich in Sicherheit bringen können. Unser Fußboden ist durch den Regen beschädigt, und ich kann meine beiden behinderten Söhne nicht zu Hause lassen, um Material zum Reparieren des Fußbodens zu besorgen, so dass jetzt ständig Wasser in unsere Unterkunft eindringt. Ich kann weder kochen noch essen, weil es zu viel Wasser ist. Ich habe Angst, dass unsere Unterkunft zusammenbricht“, berichtet eine Rohingya-Mutter.

Mit dem anhaltenden Regen steigt das Risiko unhygienischer Bedingungen und der Ausbreitung von Krankheiten. Dies könnte katastrophale Folgen haben, denn in den Camps wurden bereits Hunderte Fälle von akuten Magen- und Darmerkrankungen festgestellt. Aufgrund der von der Regierung erlassenen COVID-19-Präventions- und Kontrollmaßnahmen ist der Zugang für humanitäre Organisationen eingeschränkt. Dies erschwert es ihnen, auf die Bedürfnisse der Geflüchteten und der Aufnahmegemeinden zu reagieren, geschweige denn Präventivmaßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen von Katastrophen wie dieser abzumildern, bevor sie eintreten.

Die humanitären Organisationen begrüßen die rasche Aufhebung der Zugangsbeschränkungen durch die Regierung von Bangladesch, um weitere Todesopfer durch Erdrutsche und durch Wasser übertragene Krankheiten zu verhindern. Gemeinsam arbeiten sie daran, den dringenden humanitären Bedarf der Geflüchteten und der Aufnahmegesellschaft zu decken. Jeden Tag benötigen jedoch Hunderte weitere Menschen dringend Unterstützung. Um den Bedarf zu decken und eine künftige Katastrophe zu verhindern, fordern die 32 humanitären Organisationen:

  • Die Ersthelfer brauchen dringend uneingeschränkten Zugang, um die betroffenen Gemeinden sowohl der Rohingya als auch der Aufnahmegesellschaft mit Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, sicheren Unterkünften, medizinischer Versorgung und Schutzdiensten, einschließlich psychosozialer Unterstützung und Bargeldhilfe, zu versorgen. Insbesondere ist Zugang erforderlich, um zu ermitteln welchen Schutz und humanitäre Unterstützung gefährdete Gruppen wie Frauen, Mädchen, Jungen, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen benötigen und um auf diesen Bedarf zu reagieren.
  • Nach dem Rückzug des Wassers ist fortgesetzter Zugang nötig, um humanitäre Maßnahmen, insbesondere für Notfallvorsorge und -reaktion, Standortmanagement und Standortentwicklung, Schutz und Fallmanagement durchführen zu können. Diese Aktivitäten sollten stets als lebensrettende Dienste betrachtet werden und in den Regierungsrichtlinien aufgeführt sein.
  • Einen umfassenden und integrativen Evakuierungsplan, der gemeinsam von der Regierung von Bangladesch, den UN-Organisationen, den nationalen und internationalen Hilfsorganisationen, den Geflüchteten und den Aufnahmegemeinden entwickelt wird. Alle Pläne sollten den Zugang zu Notunterkünften gewährleisten, sicherstellen, dass Familien nicht getrennt werden und die Bedürfnisse von Kindern, Frauen, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen systematisch berücksichtigt werden.
  • Es müssen haltbarere Baumaterialien verwendet werden, um den Auswirkungen von Zyklonen und Monsunwetter besser standhalten zu können. Außerdem sollten bestehende Gemeinschaftseinrichtungen wie kinderfreundliche Räume oder Moscheen gestärkt werden, da sie von den Gemeinschaften und gefährdeten Gruppen wie unbegleiteten Minderjährigen oft als sichere Orte wahrgenommen werden.
  • Administrative Hindernisse sollten beseitigt und die Genehmigungen für humanitäre Projekte und langfristige Entwicklungsprojekte beschleunigt werden, um eine reibungslose und rechtzeitige Durchführung von humanitärer Hilfe zu ermöglichen.
  • Eine substanzielle und dauerhafte Finanzierung des Gemeinsamen Reaktionsplans 2021 und der Rohingya-Krise muss eine internationale Priorität sein. Der langanhaltende Charakter der Krise sowie die Auswirkungen des Klimawandels und von COVID-19 haben die Bedürfnisse der Geflüchteten in Cox's Bazar dringender gemacht als je zuvor.

Mehr zur Lage der Rohingya

Unterzeichnet von: Save the Children, International Rescue Committee, Norwegian Refugee Council, Concern World Wide, Muslim AidUK, Malteser International, Norwegian Church Aid, Danish Refugee Council, Solidarités, Food for the Hungry, Christian Blind Mission, Handicap International, Relief International, Oxfam, Action Aid Bangladesh, United in Purpose, , World Vision International, , Action Against Hunger, educo, Christian Aid, Plan International, , ADRA, CARE, Terre Des Homes (TdH), MdMJ, Asian Dignity Initiative (ADI), MedAir, United Purpose,World Concern, HELVETAS, DanChurch Aid (DCA)

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news-2049 Fri, 09 Jul 2021 13:47:27 +0000 Weltbevölkerungstag 2021: Recht auf Selbstbestimmung und Familienplanung https://www.plan-international.at/news/detail/weltbevoelkerungstag-2021-recht-auf-selbstbestimmung-und-familienplanung.html In vielen Ländern des Globalen Südens können Frauen nicht selbst entscheiden, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Zwischen 2015 und 2019 wurden im Schnitt 64 von 1.000 Frauen ungewollt schwanger. Jährlich sind das 121 Millionen Schwangerschaften weltweit. Zwölf Millionen Frauen haben nach Schätzungen der Vereinten Nationen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit Schwierigkeiten, an Verhütungsmittel zu kommen. Das habe laut Bericht des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA zu etwa 1,4 Millionen ungewollten Schwangerschaften geführt. In 115 Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen hat demnach die Pandemie den Zugang zu Verhütungsmitteln und damit die Familienplanung erschwert.

Ein zusätzlicher Grund, weshalb die Bevölkerung insbesondere in den ärmeren Ländern der Welt wächst. Aktuell leben rund 7.880.000.000 Menschen auf der Erde. Jede Sekunde kommen knapp drei dazu. Pro Jahr wächst die Weltbevölkerung um rund 82,4 Millionen Menschen - das entspricht fast der Gesamteinwohnerzahl von Deutschland! Laut einer UN-Prognose zur Entwicklung der Weltbevölkerung wird sich die Zahl aller Menschen bis 2050 auf 9,74 Milliarden erhöhen.

Verhütung nur eingeschränkt möglich

Nur 55 Prozent der Frauen in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen können selbst entscheiden, ob sie Sex haben, verhüten oder Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen möchten. Würde auch der Bedarf von Mädchen und Frauen aus den ärmeren Ländern an Verhütungsmitteln berücksichtigt, könnten jährlich 64 Millionen ungeplante Schwangerschaften abgewendet werden. Dennoch gibt es über 30 Länder auf der Welt, die mindestens ein Gesetz haben, das den Zugang zu Verhütungsmitteln einschränkt. Diese Gesetze verbieten unverheirateten Frauen den Kauf von Verhütungsmitteln oder fordern dafür die Zustimmung ihrer Eltern. Doch auch weitere Barrieren halten Mädchen und Frauen davon ab, ihre sexuellen und reproduktiven Rechte wahrzunehmen. So fehlt es an finanziellen Mitteln, an Beratungsstellen für Jugendliche sowie an Informationen zur Aufklärung. Dazu kommt das soziale Stigma.

Recht, über den eigenen Körper zu entscheiden

Plan International setzt sich dafür ein, dass Mädchen weltweit über ihre Körper selbst bestimmen können. Um eine wirkliche Gleichberechtigung für Mädchen und Frauen zu erreichen, müssen sie ihre sexuellen und reproduktiven Rechte wahrnehmen können, unabhängig von der Pandemie. Dazu gehört auch das Recht, eigene Entscheidungen zu treffen sowie die Kontrolle über die eigene sexuelle und reproduktive Gesundheit.

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news-2048 Thu, 08 Jul 2021 09:45:00 +0000 LEAD – mehr als ein programmatischer Ansatz bei Plan! https://www.plan-international.at/news/detail/lead-mehr-als-ein-programmatischer-ansatz-bei-plan.html news-2047 Wed, 07 Jul 2021 09:22:02 +0000 Corona-Pandemie: Plan International fordert gerechte Verteilung von Impfstoffen https://www.plan-international.at/news/detail/corona-pandemie-plan-international-fordert-gerechte-verteilung-von-impfstoffen-1.html Angesichts der großen Unterschiede beim Zugang zu Corona-Impfstoffen, fordert Plan International Deutschland eine weltweit gerechte Verteilung der Vakzine. „Alle Menschen haben das gleiche Recht, sich vor dieser Krankheit zu schützen“, sagt Kathrin Hartkopf, Sprecherin der Geschäftsführung der Kinderrechtsorganisation. „Es reicht nicht, die Pandemie nur in einkommensstarken Ländern zu bekämpfen und im Rest der Welt nicht. So wird das Virus zu einem Dauer-Boomerang.“ Zudem seien es gerade Mädchen und junge Frauen, die am meisten unter den Auswirkungen der Krise zu leiden hätten, so Kathrin Hartkopf weiter.

In den wohlhabenden Nationen laufen die Impfkampagnen derzeit im großen Stil, während Länder mit geringerem Einkommen von neuen, verheerenden Infektionswellen heimgesucht werden. Indien, Indonesien und Nepal verzeichnen Rekordzahlen bei den Neuinfektionen und den Todeszahlen. Afrika leidet unter der dritten Welle. Dabei verstärkt die Pandemie massiv Hungerkrisen. In den kommenden Monaten werden schätzungsweise 142 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein. So stehen Burkina Faso, der Nordosten Nigerias, Südsudan und Jemen am Rande einer Hungersnot.

Mehr zur Lage in unseren Projektländern

Ein Blick auf die Impfstoff-Verteilung zeigt das Dilemma auf: Im April meldete die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass mehr als 87 Prozent der Impfstoffdosen an Länder mit hohem oder mittlerem Einkommen gegangen sind. Länder mit niedrigem Einkommen haben demnach nur 0,2 Prozent erhalten. Die Folgen sind nicht nur in den betroffenen Ländern spürbar, sondern weltweit: Wenn sich das Virus in ungeimpften Bevölkerungsgruppen ausbreitet, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass neue Varianten neue Krisen auf der ganzen Welt auslösen. Niemand ist sicher, bis alle sicher sind. Kathrin Hartkopf: „Es handelt sich um eine globale Krise, die global bekämpft werden muss. Aus diesem Grund unterstützen wir die Forderung der WHO und der USA, die Patente auf Corona-Impfstoffe aufzuheben, als einen großen Schritt zur Sicherstellung eines gerechten Zugangs.“

Die Lockdowns führen neben einer weltweiten Rezession, steigenden Lebensmittelpreisen und sinkenden Einkommen auch zu einer globalen Bildungskrise. Die Unesco hat festgestellt, dass 168 Millionen Kinder wegen der pandemiebedingten Schließungen bereits ein Jahr lang keine Schule besucht haben. Mit jedem Tag, der vergeht, fallen diese Kinder weiter zurück, und die Schwächsten zahlen den höchsten Preis. Die UN-Bildungsorganisation schätzt, dass durch die Schulschließungen weltweit elf Millionen Mädchen zusätzlich nicht mehr an die Schulen zurückkehren könnten, mit verheerenden Auswirkungen auf ihre Zukunft. Das Risiko von Gewalt, Kinderheirat, weiblicher Genitalverstümmelung und früher und ungeplanter Schwangerschaft hat sich für Mädchen und junge Frauen erhöht.

Plan International unternimmt weltweit zahlreiche Maßnahmen, um den Auswirkungen der Pandemie entgegenzutreten. So hat die Kinderrechtsorganisation in Indien vier Sauerstofferzeugungsanlagen errichtet sowie 230 Geräte zur Sauerstoffanreicherung beschafft. Nahezu 260.000 Menschen wurden dort mit Corona-Aufklärungskampagnen erreicht. Plan nutzt sein bestehendes Netzwerk in den Programmländern Mittelamerikas, Afrikas und Asiens zur Information der Bevölkerung, um so zur Akzeptanz der Impfstoffe beizutragen. Plan-Mitarbeitende tragen dazu bei, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, indem sie Wasser, sanitäre Anlagen oder Hygieneartikel beschaffen und verteilen. Zudem setzen sie sich bei der Verteilung der Impfstoffe für einen gleichberechtigten Zugang zu den Gesundheitszentren ein und dafür, dass im öffentlichen Gesundheitswesen tätige Personen und andere gefährdete Gruppen vorrangig Zugang zu Impfstoffen erhalten.

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news-1724 Thu, 10 Jun 2021 09:15:00 +0000 Girls Out Loud: Ein digitaler Weg für Mädchenrechte https://www.plan-international.at/news/detail/girls-out-loud-ein-digitaler-weg-fuer-maedchenrechte.html Es ist selten, dass Mädchen – besonders jene, die in prekären Situationen leben – die Diskussionen über die Themen, die ihr Leben betreffen, selbst steuern. Um die Bedürfnisse von Mädchen zu verstehen und sie effektiv zu unterstützen, hat Plan International die Initiative „Girls Out Loud“ ins Leben gerufen, um Mädchen und jungen Frauen eine Online-Plattform zu bieten, auf der sie sich über ihre Rechte und die Themen, die sie beschäftigen, austauschen können.

Zu diesem Zweck wurden in mehreren Ländern private und geheime Facebook-Gruppen eingerichtet, in der Mitglieder Fragen stellen und zu verschiedenen Themen diskutieren. Es gibt je eine Moderatorin, um die Gruppe dynamisch zu gestalten, Vertrauen und Respekt aufzubauen und die Mädchen über ihre Rechte zu informieren. „Wenn wir über ein Telefon oder einen Computer Zugang zum Internet haben, schauen wir auch immer in diese Gruppe“, sagt eins der Gruppenmitglieder.

Die Online-Community gibt den Mädchen Raum zum Austausch über Gewalt- und Missbrauchsthemen, sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie LGBTQ+-Rechte. Man konnte schnell beobachten, wie das Selbstvertrauen der Mädchen stieg, gemeinsam mit einem erhöhten Bewusstsein für Rechte, soziale Ungleichheiten und schädliche soziale Normen.

„Es ist ein Raum, in dem wir unsere Gefühle und Meinungen äußern können, ohne Angst haben zu müssen, verurteilt zu werden. Ein Raum, in dem wir Unterstützung von einer Gemeinschaft bekommen können, wenn wir Probleme haben“, berichtet eins der Mädchen.

Wegen der Covid-19 Pandemie sind viele Mädchen in ihren Häusern zunehmend isoliert. Die Facebook-Gruppen bieten eine wichtige Anbindung an das Leben außerhalb der eigenen vier Wände, die ihnen hilft, mit anderen in Kontakt zu bleiben und aktiv zu bleiben. Die Moderatorinnen sind derweil zu einer Bezugsperson und Mentorin geworden, an die sich die Mädchen wenden können, wenn sie mit jemandem im Vertrauen sprechen wollen.

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news-2033 Wed, 09 Jun 2021 11:48:00 +0000 Verpasste Chance: Kinderrechte kommen erstmal nicht ins Grundgesetz https://www.plan-international.at/news/detail/verpasste-chance-kinderrechte-kommen-erstmal-nicht-ins-grundgesetz.html Plan International Deutschland kritisiert, dass Kinderrechte nicht wie geplant noch in der aktuellen Legislaturperiode ins Grundgesetz aufgenommen werden. „Die Bundestagsfraktionen haben eine wichtige Chance für die Rechte von Kindern vertan. Es ist enttäuschend, dass sie sich nicht auf eine gemeinsame Formulierung geeinigt haben“, sagt Kathrin Hartkopf, Sprecherin der Geschäftsführung des Kinderhilfswerks. „Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wäre es ein wichtiges Signal für Kinder und ihre Familien gewesen, Kinderrechte zu stärken.“

Plan International Deutschland werde sich als Teil der Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz“ mit mehr als 100 weiteren Organisationen für die Verankerung der Kinderrechte in die Verfassung einsetzen, so Kathrin Hartkopf weiter. „Wir bei Plan International Deutschland fordern seit langem, dass Kinder aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse besondere Rechte über die allgemeinen Grundrechte hinaus brauchen. Ein Prinzip, das mit der UN-Kinderrechtskonvention auf internationaler Ebene bereits seit mehr als 30 Jahren gilt.“

Die UN-Kinderrechtskonvention hat in Deutschland bislang nur den Rang eines einfachen Bundesgesetzes und steht damit unterhalb der Verfassung. Wenn es zu Konflikten zwischen der UN-Kinderrechtskonvention und dem Grundgesetz kommt, hat das Grundgesetz demnach Vorrang. Daher ist es aus Sicht von Plan International Deutschland wichtig, einen bereichsübergreifenden Kindeswohlvorrang sowie die Beteiligungsrechte von Kindern in das Grundgesetz aufzunehmen. Kinder sind demnach gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft, eigenständige Persönlichkeiten mit eigener Würde und dem Anspruch auf Anerkennung ihrer Individualität. Kinderrechte im Grundgesetz sollten deshalb vor allem den Vorrang des Kindeswohls, Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche sowie Entwicklungs- bzw. Entfaltungsrechte der kindlichen Persönlichkeit absichern, so die Forderung der Kinderrechtsorganisation.

Die Bundesregierung hatte Anfang dieses Jahres einen Gesetzentwurf zur Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz auf den Weg gebracht. Für eine Änderung des Grundgesetzes wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat erforderlich gewesen. In dieser Woche scheiterte das Vorhaben in der abschließenden Verhandlungsrunde mit den Bundestagsfraktionen.

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news-2022 Tue, 08 Jun 2021 09:11:00 +0000 Kameruns Mädchen im Kreuzfeuer https://www.plan-international.at/news/detail/kameruns-maedchen-im-kreuzfeuer.html Weltweit leben über 48 Millionen Mädchen und Jungen in Krisenregionen. Besonders gefährdet aufgrund ihres Alters und ihres Geschlechts sind heranwachsende Mädchen und junge Frauen: Familiäre und gesellschaftliche Strukturen, die sie eigentlich schützen sollen, fallen bei Krieg, Bürgerkrieg oder Vertreibung oft auseinander. Damit erhöht sich das Risiko, dass Mädchen sterben, sexualisierte Gewalt erleben, gegen ihren Willen verheiratet werden oder dauerhaft die Schule verlassen müssen.

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news-2023 Fri, 28 May 2021 10:57:00 +0000 Menstruelle Gesundheit und Hygiene ist ein Menschenrecht https://www.plan-international.at/news/detail/menstruelle-gesundheit-und-hygiene-ist-ein-menschenrecht.html news-1709 Wed, 26 May 2021 10:54:00 +0000 Wie Plan International und Be Girl mit dem Tabuthema Menstruation brechen https://www.plan-international.at/news/detail/wie-plan-international-und-be-girl-mit-dem-tabuthema-menstruation-brechen.html Die so entstehenden Lernlücken erhöhen das Risiko, die Schule ganz abzubrechen. Ohne einen Abschluss haben die Mädchen kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt und geben häufiger dem Druck nach, sich früh verheiraten zu lassen. Anstatt der erhofften finanziellen Absicherung finden sich viele dieser Mädchen und jungen Frauen jedoch in einem Teufelskreis der Armut wieder, da sie durch eine solche Ehe, die häufig mit frühen Schwangerschaften einhergeht, noch weniger Chancen haben, die schon entstandenen Bildungslücken wieder aufzuholen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Auch in Kolumbien hat das Problem extremer Armut besonders harte Auswirkungen für Mädchen und junge Frauen. Sie sind häufiger und stärker von extremer Armut betroffen und haben ein höheres Risiko, Betroffene von Gewalt und sexuellem Missbrauch zu werden. Plan International hat sich mit dem sozialgesellschaftlich orientierten Unternehmen Be Girl zusammengetan, um diesen Kreislauf der Armut zu durchbrechen. In einem gemeinsamen Projekt sollen Tabus rund um das Thema Menstruation aufgebrochen und der Zugang zu Hygienprodukten für Mädchen und junge Frauen verbessert werden. 

Be Girl hat sich genau auf dieses Problem fokussiert, denn: „Die Menstruation wird für viele Mädchen zu einem Problem, wenn sie sich die teuren Wegwerfprodukte nicht leisten können. Sie gehen dann einfach nicht in die Schule. Das Tabu um das Thema Menstruation lässt sie den Grund für ihr Fehlen aber häufig verschweigen. Das Problem wird nicht aus- geschweige denn besprochen. Irgendwann brechen diese Mädchen dann die Schule ab und keiner will wissen, wieso,“ erklärt Diana Sierra, Ko-Gründerin von Be Girl.

Plan International hat gemeinsam mit Be Girl eine Workshopreihe in Cartagena organisiert, die 3.600 Mädchen in 15 Gemeinden erreicht hat. Während der Veranstaltungen erhielten Mädchen und junge Frauen Informationsmaterial zum Thema Menstruation und konnten sich untereinander über ihre Erfahrungen und Probleme austauschen, die sie während und/oder wegen ihrer Periode beschäftigen.

Alle Teilnehmerinnen erhielten ein Period Panty Pack, ein Paket mit Unterwäsche, die mit einer extra vernähten Netztasche das Einlegen von wiederverwendbaren Damenbinden erlaubt. Zusätzlich bekamen alle Mädchen einen SmartCycle Tracker, ein tragbares Gerät, das das verlässliche Vorhersagen der nächsten Periode möglich macht. Mit dem SmartCycle Tracker, der sich im Design einer Halskette überall mithinnehmen lässt, können die Mädchen genau verfolgen, wo in ihrem Menstruationszyklus sie sich gerade befinden.

Durch die Workshops konnte das Projekt auch Mädchen in ländlichen Regionen erreichen, wo der technologische Ausbau oft noch keine stabile Internetverbindung zulässt oder fehlende Infrastruktur eine regelmäßige Aufklärungsarbeit vor Ort schwierig macht. „Wir sind sehr froh, dass Diana Sierra und Be Girl Teil unserer Projekte von Plan International in Kolumbien geworden sind. Durch diese tolle Zusammenarbeit haben wir viel erreichen können“ sagt Alejandro Gamboa, Nationaldirektor für Plan International in Kolumbien.

Um das Stigma, das dem Begriff der Menstruation immer noch anhängt, überwinden zu können, braucht es auch die Unterstützung der Jungen und Männer im Umfeld der Mädchen. Gleichberechtigung kann nicht einseitig erreicht werden, es braucht die gesamte Gemeinschaft.

Deshalb ist es wichtig, dass auch Eltern, Gemeindemitglieder und männliche Klassenkameraden an den Gender Programmen beteiligt sind. Wenn wir das Tabu Menstruation brechen wollen, dann muss auch das nicht menstruierende Umfeld von Mädchen verstehen, welche Auswirkungen das Thema für ihre Töchter, Schwestern und Freundinnen hat. Nur so kann der Kampf für mehr Gleichberechtigung zu einem Anliegen aller werden. 

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news-2028 Wed, 26 May 2021 09:49:00 +0000 Auf der Spur der Unterernährten https://www.plan-international.at/news/detail/auf-der-spur-der-unterernaehrten.html news-2015 Tue, 18 May 2021 12:40:00 +0000 Von der Teenager-Mutter zur Gemeindevorsitzenden https://www.plan-international.at/news/detail/von-der-teenager-mutter-zur-gemeindevorsitzenden.html “Schwierige Zeiten können auch zu Chancen werden,” sagt die heute 23jährige Jazmina. Eine Lebensweisheit, die die junge Frau aus eigener Erfahrung kennt. Aufgewachsen an Ecuadors Küstenregion klingt ihre Kindheit zunächst nach einem idyllischen Erwachsenwerden – einer sorglosen Jugend am Strand. Doch Jazmina hat schon früh Verantwortung übernehmen müssen. Als eine der ältesten Töchter kümmerte sie sich um ihre jüngeren Geschwister und den Haushalt, wenn ihre Mutter arbeiten musste. Bis sie mit 17 Jahren selbst schwanger wurde.

Als große Schwester fiel es Jazmine als Jugendliche immer schwerer, neben der Hausarbeit auch ihre Hausaufgaben stemmen zu können. Sie begann, die Schulaufgaben hintenanzustellen und fehlte oft im Unterricht. „Früher war ich eine der besten Schüler:innen, auch wenn ich meine Hausaufgaben in der Regel nachts erledigen musste, nachdem ich meine Geschwister ins Bett gebracht hatte,“ erzählt Jazmine.

Als sie 17 Jahre alt war wurde Jazmine schwanger. Sie zog zu ihrem Freund und brach die Schule ab. „Ich bin nicht zurück zum Unterricht gegangen, weil ich mich geschämt habe. Ich hatte Angst davor, was die anderen über mich sagen würden. Heute bereue ich das,“ sagt sie.

Sechs Monate nach der Geburt ihres Kindes 2016 erschütterte ein Erdbeben Jazmines Heimatregion Manabi. „Wenn ich zurückschaue, kommt mir alles, was an dem Tag passiert ist, einfach nur surreal vor. Eine Wand wäre fast auf mich und meinen Sohn gestürzt. Wir sind gerade noch so aus dem Haus herausgekommen.

Plan International leistete nach dem Erdbeben humanitäre Hilfe, bei der Jazmine sich als freiwillige Helferin beteiligte und in einer der 23 Notunterkünften mitarbeitete, die von der Katastrophe betroffenen Kindern einen sicheren Raum zur Verarbeitung des Erlebten bot.

Nach dem Ende des Programms entschied sich Jazmine, weiter an den regulären Aktivitäten von Plan International in ihrer Gemeinde teilzunehmen. Sie besuchte Workshops zur Aufklärung über Kinder- und Frauenrechte und nahm an einem Programm zum Aufbau von Führungqualifikationen teil. 2019 nahm sie mithilfe eines von Plan International finanzierten Stipendiums ihre Bildung wieder auf und schloss die Schule als Klassenbeste ab.

Das „One Scholarship, One Future“-Programm, an dem Jazmine teilnahm, zielt darauf ab, Jugendliche und junge Erwachsene dabei zu unterstützen, ihre Schule abzuschließen und ermutigt Eltern dazu, eine aktive Rolle in der Zukunfts- und Karriereplanung ihrer Kinder einzunehmen.

Jazmine hat dank des Programms eine führende Rolle in ihrer Gemeinde eingenommen. „Meine Mitarbeit bei Plan International hat mir geholfen, meine Stimme zu erheben und mich für das, was mir wichtig ist, einzusetzen. Ich habe gelernt, wie ich selbstbewusst auftreten und meine Rechte einfordern kann,“ sagt sie.

Einer ihrer bisher größten Erfolge als heutige Gemeindevorsitzende ist der Ausbau der elektrischen Infrastruktur, sodass inzwischen 90 Prozent ihrer Gemeinde mit öffentlich finanzierten Straßenlaternen ausgestattet sind. Mädchen und Frauen hatten berichtet, dass sie sich wegen der fehlenden Beleuchtung nachts nicht sicher fühlten. Nur indem ihre Stimmen im Gemeindetreffen Gehör fanden, konnte das Problem erkannt und Maßnahmen getroffen werden.

Aber Jazmine hat noch viel mehr vor. Sie möchte sich weiter dafür einsetzen, dass sich Kinder und junge Erwachsene in ihrer Gemeinde bewusstwerden, was sie alles erreichen können, wenn sie zusammenarbeiten: „Kämpft für eure Träume, schließt eure Schule ab und bildet euch immer weiter. Nur so können wir gemeinsam Gutes für uns und für unsere Gemeinschaft bewirken.“

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news-2020 Wed, 12 May 2021 16:57:00 +0000 80 Jahre: Happy Birthday, Senta Berger! https://www.plan-international.at/news/detail/80-jahre-happy-birthday-senta-berger.html Wenn das kein Grund zu feiern ist: Senta Berger wird am Donnerstag, den 13. Mai 80 Jahre alt. Für Plan International Deutschland eine gute Gelegenheit, der beliebten Schauspielerin für ihre langjährige und engagierte Unterstützung als Botschafterin für die Rechte der Mädchen zu danken und ein von Plan neu errichtetes Wohnheim für junge Schülerinnen in Simbabwe nach ihr zu benennen: das „Senta Berger Mädchenwohnheim Masasi“.

„Wir gratulieren Senta Berger ganz herzlich zu ihrem 80. Geburtstag“, sagt Dr. Werner Bauch, Vorstandsvorsitzender von Plan International Deutschland. „Seit vielen Jahren unterstützt sie als Botschafterin für die Rechte der Mädchen unsere Arbeit mit beispiellosem Engagement. Zahlreichen Kindern auf dieser Welt, vor allem aber benachteiligten Mädchen, hat sie durch ihre Fürsprache Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben. Senta Berger hat maßgeblich zur Entstehung der globalen Mädchen-Kampagnen von Plan International beigetragen. Für diesen großartigen Einsatz möchten wir ihr ganz besonders danken.“

Großartiger Einsatz für die Rechte der Mädchen

Seit über 20 Jahren engagiert sich Senta Berger ehrenamtlich für Plan International. Mit Benefizlesungen und Ausstellungseröffnungen appelliert sie für mehr Chancengleichheit, Audioproduktionen und Dokumentarfilmen über die Projektarbeit von Plan lieh sie ihre Stimme. Ihr Schlüsselerlebnis hatte Senta Berger bereits 1998, als sie mit Plan in Nepal war und dort einem kleinen Mädchen begegnete: Dieses lief auf dem Weg in die Schule in der Kälte barfuß und in dünnem Kleidchen neben ihrem Bruder her, der komplett mit Schuluniform und festen Schuhen ausgestattet war. Auslöser für Senta Berger, sich fortan gemeinsam mit Plan International für die Rechte der Mädchen stark zu machen.  

„In vielen Ländern sind Mädchen immer noch extrem benachteiligt“, sagt Senta Berger. „Das hat natürlich vorwiegend mit den patriarchalischen Hierarchien zu tun und damit, dass Männer sich gut in der Macht eingerichtet haben. Aber langsam bröckelt dieses Bild und Plan International hat mit seinem besonderen Einsatz für die Rechte der Mädchen dieser Welt sehr dazu beigetragen.“

Senta Berger Mädchenwohnheim bietet Schutz vor Übergriffen

Das von der Stiftung Hilfe mit Plan neu errichtete „Senta Berger Mädchenwohnheim Masasi“ wird 45 Mädchen im Osten Simbabwes den Besuch einer weiterführenden Schule ermöglichen und ist Teil des Gesamtprojekts „Bessere Schulbildung in Simbabwe“. Das Wohnheim befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Sekundarschule, so dass die Mädchen vor möglichen Übergriffen auf den sonst sehr langen Schulwegen oder in unsicheren Mietunterkünften geschützt sind.

Das Modell der Wohnheime für Mädchen, wie Plan International es bereits an mehreren Schulen in Simbabwe und weiteren Projektländern umgesetzt hat, ist mittlerweile im Bildungssektor sehr geschätzt. Es wurde erkannt, dass Mädchen dadurch geschützt werden und sie so ihr Recht auf eine weiterbildende und qualitativ hochwertige Bildung wahrnehmen können. Weitere Informationen zu Spenden an das Projekt „Bessere Schulbildung in Simbabwe“ der Stiftung Hilfe mit Plan.
 

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