Kinder auf den Philippinen spielen gerne Basketball
Philippinische Jungen und der Basketball... ©Dennis Sabangan

Sport in Asien

Fußball, Handball, Leichtathletik… Nicht in allen Ländern dominieren diese Sportarten, die bei uns zu den beliebtesten zählen. Es gibt zahlreiche weitere Sportarten, die in dem Land oder der Region Ihres Patenkindes gerne und viel praktiziert werden. Lassen Sie sich überraschen....

Thailand: Muay Thai

In Ländern Asiens werden zahlreiche verschiedene Kampfsportarten praktiziert. Eine auch weltweit verbreitete Sportart ist Muay Thai, hierzulande auch Thaiboxen genannt, die – wie der Name erahnen lässt – in Thailand ihren Jahrhunderte alten Ursprung hat. Der Wettkampf entscheidet sich nach der Punktewertung. Schläge auf bestimmte Körperteile wie Kopf oder Brust bringen Punkte. Eine andere Art den Kampf zu entscheiden ist beispielsweise über das KO-Prinzip. Im Gegensatz zum regulären Kickboxen sind beim Thaiboxen auch Schläge mit dem Knie und Ellenbogen erlaubt.

Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan, Sri Lanka: Cricket

Cricket ist vor allem in Ländern des Britischen Commonwealth überaus beliebt, z.B. in Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan oder Sri Lanka. Bei diesem Schlagballspiel treten 2 Mannschaften mit jeweils 11 Spielerinnen oder Spielern auf einer ovalen Rasenfläche gegeneinander an, in deren Mitte sich ein Streifen befindet. Eine Mannschaft stellt eine Spielerin oder einen Spieler, um durch das Schlagen des Balles Punkte zu erzielt. Diese Punkte werden durch das Schlagen des Balles in das Feld erspielt und möglichst vielen Läufen über die Linien am anderen Ende des Rasenstreifens. Das gegnerische Team wiederum versucht durch Fangen oder ein schnelles Spielen des Balles diese Punkte zu verhindern oder zu minimieren. Beim Cricket gibt es keine festgelegte Spielzeit.

 

Sollten wir Ihr Interesse für Cricket geweckt haben und Sie möchten mehr über die Sportart und deren komplexe Regeln wissen, dann klicken Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Cricket

Philippinen: Arnis

Arnis, auch Eskrima oder Kali genannt, findet den Ursprung auf den Philippinen. Der Name der Kampfsportart Arnis basiert auf dem Alt-Spanischen Wort „arnés“, was im Deutschen für Harnisch steht, also für Rüstung. 1565 - 1898 waren die Philippinen spanisches Kolonialgebiet. Die spanischen Eroberer waren durch ihre Rüstungen sehr schwerfällig und somit den philippinischen Kämpfern unterlegen.

Ursprünglich wurde Arnis von Bauern zur Selbstverteidigung ausgeübt; sie kämpften mit Schwertern oder Macheten. Allerdings wurde Arnis in der Vergangenheit häufig verboten, die Menschen benutzten Stöcker und trainierten heimlich. So entstand das moderne Arnis.

Es wird darauf Wert gelegt, dass auch unbewaffnet gekämpft werden kann, dennoch ist der Stock bis heute der am meisten genutzte Gegenstand, um sich zu verteidigen und den Gegner oder die Gegnerin zu entwaffnen. Aber auch Alltagsgegenstände können im Arnis benutzt werden, um sich in jeder Situation wehren zu können – so wie eine zusammengerollte Zeitung oder ein Kugelschreiber. Diese Form der Selbstverteidigung trainiert Reflexe, fördert die Koordination, das Gefühl für Distanz und befähigt die Sportlerinnen und Sportler, beide Hände gleichwertig zu nutzen.

Indonesien, Laos, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam: Sepak Takraw

Ein in vielen Ländern Südostasiens populäres Spiel ist Sepak Takraw. Gespielt wird mit einem geflochtenen Rattan-Ball (heute oft Plastik) auf einem Volleyballfeld über ein Netz oder eine Schnur. Der Ball darf dabei nur mit den Füßen oder Beinen gespielt werden und nicht den Boden berühren. Ursprünglich ging es bei dem akrobatischen Ballsport nicht um einen Wettkampf, sondern um Eleganz und Spaß. Die deutsche Nationalmannschaft nimmt übrigens regelmäßig an internationalen Wettkämpfen teil und ist im Sepak Takraw aktuell das erfolgreichste nicht-asiatische Team der Welt. Erstmals nahm ein deutsches Team 1987 an den weltweiten Titelkämpfen teil. In Deutschland gibt es Vereine etwa in Köln, Kiel, Hamburg, Berlin, Elmshorn, Bamberg und Heidelberg.