Gute Neuigkeiten März 2021

Wir informieren: Projekt aus dem Mädchen-Fonds

Mädchennetzwerke: Gemeinsam sind wir stark

Projektregion:

Guatemala: Alta Verapaz, Baja Verapaz und Quiché
Peru: Cusco
(Im regionalen Kontext findet Projektarbeit auch in Ecuador, Brasilien, Paraguay, Bolivien, Kolumbien, Nicaragua und Mexiko statt)

Projektstart:

Februar 2018

Ziel:
  • Indigene Mädchen und junge Frauen dabei unterstützen und befähigen, ihre Rechte und politische Teilhabe einzufordern
  • Stärkung der Beteiligungsstrukturen für indigene Jugendliche durch die Regierungen
Massnahmen:
  • Schulungen für Jugendliche, in denen gesellschaftliche und geschlechtsspezifische Rollen reflektiert und diskutiert werden
  • Förderung des politischen Engagements und Einflusses insbesondere von Frauen
  • Sensibilisierungs-Kampagnen, um die Öffentlichkeit auf die Rechte von Mädchen, Frauen und indigenen Bevölkerungsgruppen hinzuweisen
  • Ausbau der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Verbänden und Organisationen

 

Warum wir helfen

Lateinamerika gilt als eine der Regionen mit den größten Ungleichheiten der Welt. Besonders Mädchen und junge Frauen werden häufig diskriminiert – wegen ihres Geschlechts, Alters und vor allem wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer indigenen Bevölkerungsgruppe. Gegenüber lokalen Autoritäten oder Regierungen können sie ihre Anliegen kaum zu Gehör bringen.

Unser Hauptziel ist es, Mädchen und Frauen zu stärken und sie zu befähigen, sich für ihre Rechte einzusetzen. Sie sollen lernen, Einfluss zu nehmen, um die politischen Rahmenbedingungen zu verändern und so die Möglichkeit zu erhalten, an öffentlichen Entscheidungsprozessen teilzunehmen.

Für dieses Ziel kooperieren wir mit lokalen und internationalen Partnern, die sich besonders für die Rechte indigener Jugendlicher und junger Frauen einsetzen. Das Projekt ist Teil des „Girls Lead“-Programms von Plan International. In Guatemala nehmen 1.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren und in Peru 1.080 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren teil. Darüber hinaus fördern wir im Rahmen des Regionalprojekts 300 indigene Jugendliche und junge Erwachsene in neun lateinamerikanischen Ländern.

Was wir für die Mädchen und jungen Frauen tun

In Schulungen erwerben Jugendliche das notwendige Wissen, um die Gleichberechtigung voranzutreiben. Sie lernen, gesellschaftliche und geschlechtsspezifische Rollen zu reflektieren und mit Gemeindemitgliedern und Entscheidungsträger:innen zu diskutieren und so politisch Einfluss zu nehmen.

Wir erarbeiten gemeinsam mit den Mädchen und jungen Frauen Pläne zu den wichtigsten Themen, für die sie sich engagieren möchten. Danach werden die Umsetzung und Beteiligung zur Realisierung dieser Pläne festgelegt, um sicherzustellen, dass die jeweiligen Entscheidungsträger:innen auf regionaler und nationaler Ebene erreicht werden.

Um Stereotype und Rollenzuweisung zu beseitigen, organisieren wir Dialogveranstaltungen im sozialen Umfeld der Mädchen und Frauen. So sollen insbesondere die Eltern der Jugendlichen dazu bewegt werden, die Kinder zu unterstützen und ihr Engagement für mehr politische Teilhabe wertzuschätzen.

Außerdem sollen gemeinsam geplante Informationskampagnen zu den Problematiken indigener Kulturen dabei helfen, ein Umdenken in der Gesellschaft anzustoßen.

Wir beziehen lokale Autoritäten und Regierungen aktiv in die Arbeit mit ein und erfassen gemeinsam die Faktoren, die die politische Teilhabe von Jugendlichen behindern. Mithilfe von Schulungen zeigen wir ihre Relevanz auf und erarbeiten gemeinsam feste Mechanismen und Beteiligungsstrukturen für die Jugendlichen.

Um die Einflussmöglichkeiten der indigenen Jugendlichen und jungen Frauen zu verbessern, arbeiten wir mit den indigenen Verbänden und Organisationen MOJOMAYAS, CONAVIGUA und CHIRAPAQ zusammen und fördern die Arbeit der Frauen in Netzwerken. Auf internationaler Ebene unterstützen wir ihre Arbeit im Netzwerk ECMIA, damit sich die Frauen stärker dort und in internationalen Gremien und Diskussionen einbringen können.


Arbeiten trotz Corona - wir kommunizieren digital weiter!

Programme mussten teilweise umgestaltet werden, um weiter mit den Jugendlichen arbeiten zu können. Mithilfe unserer gemeinsamen Erfahrungen und Kenntnisse konnten wir jedoch neue Wege gehen und so die Zusammenarbeit mit den Teilnehmer:innen trotz der häufig schwierigen technischen Bedingungen fortführen.

Dies funktioniert vor allem über soziale Medien. In Facebook-Gruppen stehen Trainer:innen mit den Teilnehmer:innen in Kontakt. Zusätzlich werden jeden Tag zwei Posts abgesetzt, die zum aktuell behandelten Thema passen, um die Interaktion und Diskussion zwischen den Teilnehmer:innen zu fördern. All diese Aktivitäten werden durch Trainer:innen begleitet und beaufsichtigt.

mit indigenen Protagonist:innen zu Themen wie Geschlechtsidentität und Teilhabe, um auch Jugendliche ohne Internetzugang mit einzubeziehen. Die Bücher enthalten themenspezifische Aufgaben, die die Teilnehmer:innen mit telefonischer Unterstützung der Trainer:innen vor Ort bearbeiten können.

Eine von Jugendlichen produzierte Sendung, die die Themen Gleichberechtigung und politische Teilhabe aufgreift, soll zur Sensibilisierung innerhalb der Bevölkerung beitragen.

NACHGEFRAGT

Im Februar 2018 startete Plan International das Projekt „Mädchennetzwerke: Gemeinsam sind wir stark“ in Lateinamerika. Wir haben unsere Mitarbeiterinnen vor 
Ort nach ihren Erfahrungen gefragt:

„Ich unterstütze die heranwachsenden Mädchen dabei, ihre Führungsqualitäten zu erkennen und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in die Praxis umzusetzen. Das fördert  wiederum die Gleichstellung der Geschlechter und kann so zur Veränderung der vorherrschenden sozialen Normen beitragen.“ (Damira Ramos, Guatemala)

„Das Schönste für mich ist, dazu beizutragen, dass die Mädchen von ihren Eltern und lokalen Behörden gehört und verstanden werden. Ich bin ihre Verbündete für die Gleichstellung der Geschlechter.“ (Trainerin im „Girls Lead“-Programm Peru)

Zu meinen Lieblingserinnerungen gehört eine Situation während eines Workshops, als die Teilnehmerinnen selbstständig erörterten, wie sie anderen Mädchen helfen und ihnen vermitteln können, dass sie Rechte haben und wie sie sich Gehör bei ihren Eltern verschaffen. Eine solche Diskussion motiviert die Mädchen, ihre eigene Führung weiter zu stärken. Ich konnte ihnen zeigen, dass sie fähig sind, eigene Entscheidungen zu treffen und eigene Ideen zu haben.“ (Lidia Tux, Guatemala)

„Eines der Mädchen erzählte bei einem Treffen von ihren Erfahrungen und Schwierigkeiten und wie sie diese nach und nach überwinden konnte. Die anderen Teilnehmerinnen hörten ihr aufmerksam zu, würdigten ihre Bemühungen und machten ihr Mut. So gewann sie noch mehr Selbstbewusstsein, um weiter für ihre Ziele und Träume zu kämpfen. Sie fühlte sich endlich anerkannt.“ (Pamela, Peru)

Ihre Hilfe kommt an - Garantiert!

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,22 %)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65 %)
  • Verwaltungsausgaben (5,13 %)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold

Ihr Geld kommt garantiert an! Denn das Geld unserer Patinnen und Paten setzen wir zielgerichtet und effektiv ein. Dieser wirtschaftliche Ansatz stellt sicher, dass über 80 Prozent der Einnahmen als Projektausgaben zur Verfügung gestellt werden und unser Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat Plan International Deutschland das DZI Spendensiegel zuerkannt und bestätigt damit die geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen. Das verschafft Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird!

Der TÜV NORD hat Plan International Deutschland 2020 im Geltungsbereich „Zufriedenheit der Paten und Spender mit dem Service und Leistungsangebot der Hilfsorganisation“ geprüft. Plan erzielte bei den Servicefaktoren eine Gesamtzufriedenheit von 1,41 sowie eine Weiterempfehlungsquote von 98 Prozent.

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