Grüne Woche Stand-Rückwandgrafik
Bewusstsein für den Klimawandel stärken - Schulkinder in Myanmar pflanzen Bäume © Jane Dempster / Plan International

Internationale Grüne Woche 2020

Anpassung an den Klimawandel und Katastrophenvorsorge als Schwerpunkt der Internationalen Grünen Woche 2020.

Vom 17. bis 26. Januar findet in Berlin zum 85. Mal die Internationale Grüne Woche (IGW) statt. Auch Plan International Deutschland ist wieder mit einem Stand vertreten, dieses Jahr zum Thema „Kindzentrierte Anpassung an den Klimawandel“.

Auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau dreht sich alles um faire Produktion und Nachhaltigkeit. Bei über 1.800 Ausstellern aus aller Welt kann man nicht nur faire Produkte testen. Die IGW bietet neben den zahlreichen Marktständen auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit über 300 Seminaren und Kongressen, in denen die internationalen Herausforderungen diskutiert werden, denen die Welt sich stellen muss, um die 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) zu erreichen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) informiert auf der Grünen Woche in Berlin, wie EINEWELT ohne Hunger möglich ist. Unter dem Motto "Globalisierung gerecht gestalten" werden zentrale Themen und Arbeitsfelder der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Mittelpunkt des BMZ-Messeauftritts stehen – zum Beispiel der Grüne Knopf, Wald- und Klimaschutz, Landwirtschaft und nachhaltiger Konsum.

Themen von Plan auf der Grünen Woche 2020

Am Stand von Plan International (Halle 1.2 b - Stand 118) steht dieses Jahr unsere Arbeit zur Anpassung an den Klimawandel und zur Katastrophenvorsorge im Fokus. Dürren, Überschwemmungen, extreme Wetterlagen - die Auswirkungen des Klimawandels stellen in vielen Ländern eine reale Gefahr für die Wahrung der Kinderrechte und die Gleichberechtigung von Mädchen dar. Deshalb arbeitet Plan International gemeinsam mit Kindern daran, das Risiko von klimabedingten Krisen und Katastrophen zu reduzieren und Anpassungsmaßnahmen umzusetzen. Wo potentielle Gefahren lauern können und wie man diesen begegnen kann, kann das Messepublikum auf einem Wimmelbild am Stand von Plan entdecken.

Unser zentraler Ansatz nennt sich „Kindzentrierte Klimawandelanpassung“ (4CA – Child Centered Climate Change Adaptation). Dieser zielt darauf ab, das Bewusstsein von Mädchen und Jungen für den Klimawandel zu schärfen und widerstandsfähige Gemeinden zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche dazu beitragen, mit dem Klimawandel verbundene Risiken zu bewältigen und zu reduzieren. An unserem Stand kann interaktiv entdeckt werden, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Kinderrechte haben kann und wie Mädchen und Jungen aktiv zu einer Anpassung an den Klimawandel beitragen können.

Die Stärkung von Mädchen und ihre Beteiligung an Entscheidungen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ist eine Priorität in unserer Arbeit zum Klimawandel. Alter und Geschlecht machen insbesondere Mädchen und junge Frauen anfälliger für negative Folgen des Klimawandels. Der Klimawandel verstärkt bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern, wie den ungleichen Zugang zu Ressourcen wie Wasser und Nahrungsmittel, zu Bildungs- und Gesundheitsleistungen sowie zu Teilhabe und Schutz. Eine Verschlechterung der Lebensgrundlagen führt häufig dazu, dass Mädchen jung verheiratet werden. Auf der Flucht vor Katastrophen oder Krisen sind Mädchen und junge Frauen häufig der Gefahr von geschlechtsspezifischer Gewalt oder Ausbeutung ausgesetzt.

Mehr Investitionen und politische Unterstützung für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit, die Minderung von Risiken, Katastrophenvorsorge und Bildung sind von entscheidender Bedeutung für die Anpassung an den Klimawandel. Bildung vermittelt entscheidende Fähigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen zur Minderung von Risiken des Klimawandels, zur Stärkung der Widerstandskraft und Katastrophenvorsorge und ist somit einer der vielversprechendsten Investitionen in die Zukunft.

Neben der Investition in Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche einschließlich der Bewusstseinsbildung für klimarelevante Themen oder der Schaffung „Grüner Jobs“ für Jugendliche arbeiten wir mit unseren Projektgemeinden an der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen und –strategien für klima- und katastrophenbedingte Risiken. Die Anpflanzung von Mangroven in Küstengebieten, Etablierung von Bewässerungssystemen für Dürrezeiten, Schwimm- und Erste- Hilfe-Kurse für Kinder und Jugendliche, Instandhaltung von Schulgebäuden oder die Erarbeitung von Not- und Evakuierungsplänen sind nur einige Beispiele für unsere Arbeit. In Krisenzeiten wird sichergestellt, dass Kinder und Jugendliche weiterhin zur Schule gehen können sowie Kinder und vor allem Mädchen vor Ausbeutung geschützt werden. Bei Regierungen und Entscheidungsträgern setzen wir uns für die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen bei der Gestaltung und Umsetzung von Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und Katastrophenvorsorge ein.

Plan auf der Grünen Woche

Plan International Deutschland wird sich auf der Grünen Woche mit einem Stand präsentieren. Das Motto lautet dieses Jahr „Kindzentrierte Anpassung an den Klimawandel“.

Wo? Messegelände International Congress Center (ICC), Messe Berlin, Eingang Süd (Jafféstraße)

Wann? 17. bis 26. Januar 2020 | 10 bis 18 Uhr (Fr. 10 bis 20 Uhr) - Halle 1.2, Stand 118

 
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