Gleichberechtigung bekämpft Armut

Aktuell leben weltweit mehr als 700 Millionen Menschen in extremer Armut. Die soll bis 2030 beendet werden. Dazu haben sich alle Mitglieder der Vereinten Nationen - also auch Deutschland - 2015 mit der Verabschiedung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals / SDGs) verpflichtet.

Mädchen und Frauen sind weltweit stärker von Armut betroffen als Jungen und Männer. Denn: Sie haben häufig schlechtere Chancen und schlechteren Zugang zu Bildung, Nahrung, Hygiene, Wasser oder auch zu menschenwürdiger, bezahlter Arbeit. Das liegt daran, dass Mädchen und Frauen noch zu oft als Menschen zweiter Klasse gesehen und diskriminiert werden. Es herrscht also Ungleichheit zwischen Menschen, obwohl alle die gleichen Rechte haben.

Um Armut wirksam und nachhaltig zu bekämpfen, ist Gleichberechtigung eine der wichtigsten Voraussetzungen: Nur wenn alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen, Bildungs- und Einkommensmöglichkeiten haben und ihre Rechte wahrnehmen können, haben alle die gleichen Chancen, für sich und ihre Familien zu sorgen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das haben auch die Vereinten Nationen erkannt: Mit dem SDG 5 ist ein eigenes Nachhaltigkeitsziel speziell der Geschlechtergerechtigkeit gewidmet.

Gleichberechtigung ist also kein Luxusproblem, sondern notwendige Grundlage für eine gerechtere Welt und eindeutiger Auftrag an uns alle. Den wollen wir erfüllen: Mit Girls Get Equal setzen wir uns dafür ein, die überkommenen Normen und Strukturen, die Diskriminierung zugrunde liegen, zu verändern und echte Gleichberechtigung in allen Bereichen zu verwirklichen.